2. Dezember 2020

Ark Angel (Alex Rider 6) von Anthony Horowitz

Anthony Horowitz: Ark Angel (Alex Rider 6), Ravensburger Verlag

Nach dem Anschlag eines Scharfschützen der Geheimorganisation SCORPIA auf Alex‘ Leben, liegt der junge Agent mit einer Schussverletzung in einem renommierten Londoner Krankenhaus. Im Nebenzimmer liegt Paul Drevin, der Sohn des Multimilliardärs Nikolei Drevin, der in der Erdumlaufbahn ein das sagenhafte Hotel Ark Angel bauen lässt. Als eines Nachts eine Gruppe Männer ins Krankenhaus eindringt, um Paul zu entführen, geht Alex Rider dazwischen und lässt sich an Pauls Stelle verschleppen. Damit beginnt für Alex eine weitere gefährliche Mission…

Titel: Ark Angel Autor: Anthony Horowitz Verlag: Ravensburger Reihe: Alex Rider, #6 Seitenzahl: 320 (384) Genre: Jugendbuch Alter: 12+ Erste Aufl.: 30. Juni 2007 (04.04.2005) Ausgaben: Hardcover (ENG), Taschenbuch, E-Book, Hörbuch ISBN: 978-3473585274 (TB), 978-1406360240 (ENG TB) Vorgängerband: Scorpia (Alex Rider #5) Folgeband: Snakehead (Alex Rider #7)

Zum Buch Ark Angel (Alex Rider 6)

Anthony Horowitz: Ark Angel (Alex Rider 6), Ravensburger Verlag

Ark Angel ist der sechste Teil der spannenden Agentenreihe um den Jungen Alex Rider, der unmittelbar an den fünften Teil Scorpia anschließt. Das Buch erschien erstmals 2005 in England bei Walker Books. Es ist sowohl als englischer Hardcover, als auch als Taschenbuch und E-Book erhältlich. Das Coverdesign wurde, wie bei allen Büchern der Alex-Rider-Reihe im Laufe der Jahre mehrfach geändert. Die aktuelle englische Taschenbuchausgabe umfasst 384 Seiten.

Auf Deutsch erschien das Buch im Juni 2007 unter dem gleichen Titel (rechts). Die aktuelle deutsche Ausgabe hat ca. 320 Seiten und das Buch ist beim Ravensburger Verlag erhältlich. Auch das deutsche Cover wurde bis zum heutigen Tag mehrmals geändert.

Meine Meinung zu Ark Angel

In Ark Angel schickt Anthony Horowitz seinen Helden Alex Rider erneut auf eine gefährliche Mission. Wie auch schon in den anderen Romanen der Reihe, fackelt der Autor nicht lange herum und lässt die Handlung bereits nach nur wenigen Seiten voller Spannung beginnen. Alex erholt sich im Krankenhaus von einem Anschlag auf sein Leben durch die verbrecherische Organisation SCORPIA. Dass er dort nicht lange zur Ruhe kommt und auch schon gleich wieder in seinen nächsten Fall hineinstolpert, mag dabei etwas an den Haaren herbeigezogen wirken. Ist schon sehr auffällig, dass bestimmte Menschen den Ärger quasi anziehen, während wir „Normalsterblichen“ eigentlich relativ selten in die Notlage geraten die Welt vor dem Untergang retten zu müssen. Um das ganze ein wenig zu entschärfen, deutet der Autor später im Buch ein Mitwirken des MI6 an. Alex Rider war offenbar nicht zufällig in jenem Krankenhaus im Zimmer neben dem Sohn eines Multimilliardärs untergebracht, den er schließlich retten musste. Ein gewisses Maß an Glaubwürdigkeit sollte jedoch schon erhalten bleiben, wie ich finde.

Die Geschichte war zwar insgesamt recht spannend, allerdings fand ich sie vor allem in der letzten Hälfte etwas zu sehr konstruiert. Vor allem die Art und Weise, wie der böse Gegenspieler die Welt bedroht und seine Gründe dafür fand ich gelinde gesagt etwas komisch. Man sollte meinen, einem Mann von dem Format dem riesigen Vermögen eines Nikolei Drevin, sollte andere Möglichkeiten und Wege haben seine Ziele zu erreichen. Die Mittel, zu denen der Milliardär greift, fand ich ein wenig zu überzogen und daher auch kaum glaubwürdig. Eine Holzhammer-Methode, die zwar für den Leser unerwartet und überraschend ist, allerdings irgendwie einen gewissen Grad an Genialität vermissen lässt. Da gefielen mir die Bösewichter der vorherigen Romane mit ihren Plänen die Welt zu verändern schon wesentlich besser. Hinzu kommt der etwas seltsame Charakter von Nikolei Drevin, den ich bisweilen als gefährlich kindisch empfand.

Natürlich ist es am Ende des Buches nur Alex Rider, der mit seinem persönlichen Einsatz tausende Menschen vor dem sicheren Tod retten kann. Deswegen bleibt den Geheimdiensten auch keine andere Wahl ihn (…) zu schicken damit er eigenhändig (…) um einen (…) zu verhindern.
Ich werde hier nicht sagen, was Alex auf den letzten Seiten des Romans tun muss. Es war zwar einerseits gut beschrieben und spannend, andererseits fand ich es jedoch völlig unglaubwürdig. Natürlich fand sich Alex auch in den vorherigen Büchern immer wieder in Situationen, die zu überleben man einem 14-Jährigen nur mit viel Wohlwollen zutrauen würde, aber in Ark Angel schießt der Autor den Vogel ab, indem er in der Handlung zu dick aufträgt. Spannung hin oder her, mir war es einfach zu viel des Guten.

Mein Fazit zu Ark Angel

3 von 5 Sternen „Blieb leider hinter meinen Erwartungen zurück.“

Alex Riders sechste Mission war zwar wieder spannend von Anfang bis zum Ende, allerdings sehe ich diesen Teil als den bisher schlechtesten der ganzen Reihe an. Der gefährliche Gegenspieler von Alex war für mich kaum glaubwürdig, seine Pläne irgendwie sehr konstruiert und mit einem eklatanten Mangel an Genialität, die andere Bösewichter bisher auszeichnete. Den Schluss fand ich in seinen Anforderungen an Alex Rider zu überzogen und daher ebenfalls nicht berauschend. In der Geschichte um Alex Riders Vergangenheit, was im Vorgängerband Scorpia wirklich gut war, tat sich in dem Buch ebenfalls nichts, weshalb man diesen Teil wohl getrost überspringen könnte. Ich hoffe, dass Snakehead wieder besser werden wird.

Jay

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