28. Februar 2024

In die Wildnis (Warrior Cats) von Erin Hunter

Erin Hunter: Warrior Cats - In die Wildnis, Gulliver/Beltz

Jenseits der Menschen, tief verborgen im Wald, leben die ungezähmten Katzen in Clans zusammen. Der Hauskater Sammy hat seine Zweibeiner verlassen, um sich dem DonnerClan anzuschließen. Er genießt das wilde Leben des Waldes in vollen Zügen, lernt zu jagen, seine Instinkte zu gebrauchen und seine Feinde zu riechen. Das Leben im Wald stellt ihn immer wieder auf die Probe, denn der Platz ist eng, das Futter knapp. Blaustern, die Königin des DonnerClans, hat Zweifel, ob es der Clan schaffen wird, bis zur Blattfrische zu überleben. So kommt die Zeit, in der sich Sammy, der nun den Namen Feuerpfote trägt, beweisen muss … (Quelle: Beltz Verlag)

Titel: Warrior Cats – In die Wildnis (Warriors – Into the Wild) Autor: Erin Hunter Verlag: Beltz Verlag (Harper Collins) Seitenzahl: 303 Genre: Kinder-/ Jugendbuch Alter: ab 10 Jahren Erste Auflage: 5. September 2008 (engl.: 21. Mai 2003) Reihe: Warrior Cats (Staffel 1: Die Prophezeiungen beginnen, Buch 1) Ausgaben: Hardcover, Taschenbuch, Hörbuch, E-Book ISBN: 978-3407742155 (TB) Folgeband: Warrior Cats – Feuer und Eis (Fire and Ice) Sonstiges: Karte, Katzenregister

Über die Warrior Cats Autorinnen

Erin Hunter ist ein Pseudonym für mehrere englische Autorinnen, die seit 2003 gemeinsam unter anderem an der Warrior-Cats-Reihe (auf Englisch nur „Warriors“) arbeiten.

  • Victoria Holmes (zuständig für die Handlung in den Büchern und Weiterentwicklung der Serie Warriors)
  • Kate Cary (zuständig für das Schreiben der Bücher auf Basis von Victoria Holmes Ideen)
  • Cherith Baldry (stieg 2003 mit dem dritten Band der ersten Staffel als Autorin in die Reihe ein)
  • Tui Sutherland (schrieb das Warrior-Cats-Buch Die letzten Geheimnisse und verließ das Team 2012)
  • Gillian Phillips (schreibt bisher nur für die Reihe Survivor Dogs, in der Hunde die „Hauptpersonen“ sind)
  • Inbali Iserles (schreibt bisher nur für die Reihe Survivor Dogs, in der Hunde die „Hauptpersonen“ sind)

Meine Meinung zu Warrior Cats – In die Wildnis

Seit unendlichen Zeiten habe ich das erste Buch der Warrior Cats Reihe auf meinem mentalen SuB liegen. Als ich dann vor ein paar Tagen auf dem Bücherflohmarkt ein ungelesenes Taschenbuch von Warrior Cats – In die Wildnis für einen Euro erstehen konnte, war klar, dass ich es auch zeitnah lesen musste. Hier nun meine Rezension.

Eine Geschichte, nicht nur für Katzenfreunde

Schon seit inzwischen 20 Jahren gibt es die Kinder- und Jugendbuchreihe Warrior Cats, in der Katzen die Hauptrolle spielen. Zugegeben, es ist anfangs schon etwas ungewohnt, die Story aus Katzenperspektive zu erleben. Allerdings gewöhnt man sich schnell daran und kann dann so richtig mitfiebern. Das Autorinnenteam Erin Hunter kann hierbei auf Erfahrungen mit eigenen Katzen zurückgreifen. Dadurch schafft es die Autorin Kate Cary ganz wunderbar, die Verhaltensweisen und kleinen „Marotten“ der Vierbeiner zu integrieren. Obwohl die Katzen im Buch ganz menschliche Gedankengänge haben, bleiben sie dennoch Katzen. Viele der Verhaltensweisen, zum Beispiel das gegenseitige Putzen des Fells oder die Art nach Beute zu jagen, lassen Erin Hunter in den Alltag der Katzenclans mit einfließen. Dadurch entsteht für die Leserinnen und Leser eine faszinierende Welt, die einerseits neu ist, andererseits aber doch recht bekannt. Katzenfreunde werden ihre Freude an den Büchern haben, doch nicht nur diese. Für jüngere Leser eröffnen die Warrior Cats Romane eine faszinierende Welt voller Spannung, Abenteuer und Kurzweil.

Die geheime Welt der Katzenclans

Die Autorinnen bauen in ihren Büchern Stück für Stück eine eigene, geheimnisvolle Welt auf. Dort haben die „Zweibeiner“ nichts zu sagen und das Wort „Hauskatze“ ist ein Schimpfwort für verweichlichte, faule Katzen. Die wahren, wilden Vertreter der Katzen organisieren sich in Clans, bewachen und verteidigen ihr Revier und kämpfen gegen andere Clans. Sie leben frei und ungebunden, doch innerhalb des Clans sind die eine verschworene Gemeinschaft. Erin Hunter gelingt es glaubwürdig, diese Welt darzustellen und man könnte sich fast vorstellen, es wäre tatsächlich so. Sollte hinter dem eigenen Gartenzaun, versteckt vor den Blicken der Menschen, tatsächlich eine wilde Welt der Katzen existieren?

Erin Hunter: Warrior Cats – In die Wildnis, Beltz & Gelberg

Eine romantische Vorstellung, der man sich als Kind nur allzu gerne hingibt, zumindest, wenn man Warrior Cats liest.

Emotional und voller Action

Die Hauptrollen im Buch spielen ausschließlich Kater und Katzen und wirken hin und wieder dabei sehr menschlich. Das liegt vor allem daran, dass Erin Hunter ihre Charaktere mit allzu menschlichen Emotionen ausstattet. Im Allgemeinen empfinden Katzen wohl keine menschlichen Gefühle wie Hass, Neid oder Geltungssucht. Man sagt zwar, Katzen wären hinterhältig und falsch, allerdings halte ich das doch für einen Mythos. In Erin Hunters Warrior Cats – In die Wildnis empfinden die Tiere jedoch wirklich Hass und Neid und können auch ziemlich hinterhältig, intrigant und berechnend sein. Zusätzlich stehen ihnen auch noch die natürlichen Fähigkeiten der Katzen zur Verfügung. Es eröffnet sich hier für jeden Autor ein unglaubliches Potenzial, das sich für spannende Geschichten ausgezeichnet nutzen lässt. Und Erin Hunter tut das auch.

Der Start in eine lange Reihe

In die Wildnis (Into the Wild) ist das allererste Buch einer langen Reihe von Warrior-Cats-Romanen. Sie ist seit 2003 stetig gewachen. Im ersten Buch erzählt Erin Hunter (Kate Cary) die Geschichte vom jungen Hauskater Sammy, der sich dem Donnerclan anschließt. Ich fand die Geschichte durchaus spannend und abwechslungsreich erzählt und würde wohl nach und nach auch noch die anderen Bücher der ersten Staffel lesen und rezensieren. Es ist jedoch nicht so, dass es mich da unweigerlich hinzieht. Die Bücher sind toll und für die Altersgruppe ab 9/10 Jahren wirklich klasse geschrieben. Als erwachsener Leser fällt es mir persönlich jedoch schwer, mich völlig fesseln zu lassen. Will sagen: Ich müsste jetzt so ein Buch nicht unbedingt in der Nacht durchlesen, weil ich sonst nicht einschlafen könnte. Für zwischendurch ist es jedoch durchaus eine unterhaltsame Lektüre. Und wenn es nur darum geht, Erin Hunters bildhaften Schreibstil zu genießen.

Bevor ich zu meinem Fazit komme, wollte ich noch die wunderschön gestalteten Cover der Reihe hervorheben. Mir haben die deutschen Cover schon immer besser gefallen, als die der alten englischen Ausgaben. Die neuen Cover jedoch, in denen Sammy zwischen den Grashalmen hindurch lugt, gefallen mir persönlich sogar noch besser.

Rechts seht ihr das neue Cover der englischsprachigen Ausgabe, weiter oben das neue Cover der deutschen.

Erin Hunter: Warrior Cats – Into the Wild (neues Cover)

Mein Fazit zu Warrior Cats – In die Wildnis

Die Warrior-Cats-Reihe eignet sich in meinen Augen sehr gut für junge Leserinnen und Leser. Da sie spannend und ideenreich geschrieben sind, könnten selbst Kinder, die wenig lesen, zum Lesen motiviert werden.

Die Charaktere sind gut beschrieben und die Handlung hält auch die eine oder andere dramatische Wendung bereit. Da In die Wildnis nur der erste Band ist und noch wenigstens 30 Bücher in der Reihe nachkommen, bleibt auch genug Lesestoff für viele weitere Wochen. Mir hat außerdem gefallen, dass junge Leserinnen und Leser durch die Bücher auch wichtige Werte vermittelt bekommen. So zum Beispiel der Wert von Freundschaft, Selbstvertrauen zu haben, Vorurteile zu meiden und sich seine eigenen Fehler einzugestehen. Die Warrior Cats haben also auch einen gewissen pädagogischen Wert. Was könnte man also noch besser machen? Lesenswert!

Jay

5 Gedanken zu “In die Wildnis (Warrior Cats) von Erin Hunter

  1. Schönen guten Morgen!

    Hach, die Warrior Cats! Ich hab die damals meinen Kindern vorgelesen, als die so im Alter zwischen 8 und 12 waren und wir waren alle so begeistert! Und ich fand es damals tatsächlich so spannend, dass ich manchmal weitergelesen habe, wenn die Kids im Bett waren 😀 Allerdings haben wir nur die erste Staffel gelesen… Einer meiner Söhne hat dann allerdings weitergelesen und ich hab noch einige Fortsetzungen hier stehen. Ich möchte die Bücher eigentlich seit Jahren nochmal anfangen und lesen, aber die Reihe ist halt wirklich soooooo lang ^^
    Vielleicht hab ich ja doch irgendwann mal Lust, das Projekt anzugehen.
    Ob es mir heute auch noch so gefällt oder mich so packen würde wie damals, weiß ich natürlich nicht. Es käme auf einen Versuch an 😀

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1. Hallo Aleshanee,

      probiere es aus. Ich habe mir vorgenommen hin und wieder eines der Bücher zu lesen, wenn mir danach ist. Hintereinander weglesen könnte ich sie nicht, aber immer mal einen Teil, das wäre ganz nett.

      Liebe Grüße

      Jay

      1. Naja, wenn ich anfange müsste ich sie schon relativ zeinah lesen, zumindest 1 pro Monat, sonst verliere ich die Handlung und Zusammenhänge wieder und das ärgert mich dann 😉

  2. Hallo Jay,

    vielen Dank für deine Rezension, die neugierig macht, zumindest einmal rein zu lesen. Schön, dass es diese Reihe gibt, wie überhaupt in den letzten Jahren einige tolle Kinderbuch- und Reihen für „angehende“ Jugendliche entstanden sind, die sich scheinbar gut lesen lassen. Auch schön, wenn der Lesestoff dann nicht gleich verebbt. Falls du Interesse hast, es gibt inzwischen einige Bände der Reihe auch als Graphic Novel.

    1. Hallo findo,

      schön von Dir hier zu lesen. Ich finde es super, dass es solche Reihen gibt. Das kann helfen die Kinder wieder mehr zum Lesen zu animieren. Früher gab es die drei ??? und TKKG als spannende Serien für Kinder und Jugendliche. Heute gibt es viele tolle Reihen, die ebenso das Potenzial haben zu begeistern.

      Liebe Grüße

      Jay

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