Anke Höhl-Kayser: Ronar – Zwei Welten (Jugendfantasy)

Anke Höhl-Kayser: Ronar – Zwei Welten, Books on Demand, 2010

Inhalt

Ein Jahr ist vergangen, seitdem Ronar seinen Vater, den Schwarzen König Elaran, besiegt und die Elthenkrone für Athanian zurückerobert hat. Doch dann wird Ronars Welt von einem unvorhergesehenen Ereignis aus den Angeln gehoben: Eine mysteriöse Krankheit sucht Athanian heim. Ronar steht ihm mit seinen magischen Kräften zur Seite. Ihre einzige Hoffnung ist Ronars Vater: nur er kann Athanians Leben retten.
Unterdessen wird der Elthenpalast von einem fürchterlichen Feind angegriffen, gegen den sich Athanians Sohn Avenor als neugewählter Herrscher trotz seiner Selbstzweifel und seines Zwists mit seinem Bruder Satya behaupten muss.
Ronars und Athanians Reise führt die beiden Freunde durch Zeit und Raum. Wird der Schwarze König ihnen helfen? In diesem zweiten Teil des Jugendromans um den mit magischen Kräften begabten Findeljungen Ronar sorgt eine virtuose Mischung aus Fantasy und Science Fiction für atemlose Spannung. (Quelle: Buch.de)

Titel: Ronar – Zwei Welten Reihe: Ronar (Buch 2) Autor: Anke Höhl-Kayser Verlag: Books on Demand Seitenzahl: 320 Alter: 12+ Erste Aufl.: 07. Oktober 2010 Ausgaben: Taschenbuch, E-Book ISBN: 978-3-8423-2629-3 (TB)

Über die Autorin

Anke Höhl-Kayser wurde 1962 in Wuppertal geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann, ihren beiden Kindern und ihrem Landseer (das ist eine Hunderasse) Moritz lebt. Nach dem Abitur studierte sie Literaturwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum für die Fächer Anglistik, Skandinavistik und Amerikanistik und schloss das Studium mit dem Magister Artium ab. Seit 2009 arbeitet sie als Lektorin und Autorin und schrieb seither eine ganze Reihe von Fantasyromanen für Kinder und Jugendliche, Kurzgeschichten und Lyrik. Ihre Romane wurden zum Teil für den Deutschen Phantastik-Preis nominiert und mit Preisen ausgezeichnet.

Meine Meinung

Ronar – Zwei Welten ist der zweite Teil der Ronar-Trilogie, die mit Ronar schon einen sehr guten Start hinlegte. Besonders gut hat mir schon im ersten Teil die recht poetische Sprache der Autorin gefallen, die sich auch im zweiten Teil fortsetzt und weshalb sich das Buch, auch aufgrund seiner relativ kurzen Kapitel, bestens zum Vorlesen eignet.
Die Geschichte von Ronar geht weiter. Nach seinem Kampf gegen den eigenen Vater, lebt er nun in Frieden bei den Elthen. Doch schon bald wird sein Ziehvater Athanian schwer krank und Ronar macht sich auf den Weg, um seinen Vater zu finden, der allein Athanian helfen kann. Eigentlich ein guter Aufhänger für die Fortsetzung der Geschichte. Was mir jedoch so gar nicht gefallen hat, war die Vermischung von Fantasy und Science Fiction, denn Ronar verlässt seine eigene Welt im Laufe der Handlung, womit die Autorin den Fantasy-Rahmen durchbricht und ihre Leserinnen und Leser auf ganz andere Wege führt. Ich bin damit nicht zurechtgekommen, fand das alles ein bisschen zu weit weg von der durchdachten und detailreichen Fantasywelt aus dem ersten Band. Wenn ich High Fantasy lese, dann möchte ich auch gerne in diesem Genre bleiben und die Helden der Geschichte nicht plötzlich auf dem Mond wiederfinden (oder gar in einem anderen Zeitalter). Für mich passt das irgendwie nicht zusammen in eine Handlung, zumindest hatte ich in diesem Buch anderes erwartet.
Lesen konnte ich Ronar – Zwei Welten dennoch zügig, denn die Spannungskurve war von Anfang an vorhanden und entwickelte sich im Laufe der Kapitel immer mehr. Ronar machte im Vergleich zum ersten Buch auch charakterlich eine Entwicklung durch. War er im ersten Band noch hin- und hergerissen zwischen den Mächten des Guten und Bösen, so hat er sich nun für die gute Seite und ein Leben bei den Elthen entschieden und unterstützt sie mit seiner Magie im Kampf gegen die dunklen Mächte. Die Autorin führt zudem einige interessante Charaktere ein, die die Handlung bereichern und den Lesern auch einige Hintergründe über die Lebensweise der Elthen näherbringen. Gut gelungen ist, wie ich finde auch das Ende des Romans, da sich vieles zum Guten wendet. So konnte ich, trotz der Zwei-Welten-Verwirrung das Buch doch noch zufrieden zur Seite legen und hoffe auf einen tollen letzten Band der Trilogie: Ronar – Drei Ähren.

3.5 von 5 Sternen
„Gute Ideen, spannend geschrieben.“

Mein Fazit

Ronar – Zwei Welten ist insgesamt eine gelungene Fortsetzung des ersten Buches, konnte jedoch nicht ganz an dem guten Eindruck des ersten Buches anknüpfen. Ich fand die Vermischung von SF und Fantasy nicht so gut und hätte mir mehr Nähe zur Fantasy gewünscht. Das heißt jedoch nicht, dass der zweite Teil der Ronar-Reihe nicht gelungen ist, ich hatte mir nur anderes erwartet. Abgesehen davon hat mich das Buch jedoch gut unterhalten und bereue nicht, es gelesen zu haben. Band 3 folgt in Kürze und ich freue mich drauf.

Jay

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