Martin J. Christians: Dilgas Versprechen (Fantasy)

Martin J. Christians: Dilgas Versprechen E-Book (2016)

Martin J. Christians: Dilgas Versprechen
E-Book (2016)

Inhalt

Dilga ist ein Söldner, ein Söldner auf der Flucht. Nachdem er bei seinem Dienstherren in Ungnade gefallen ist, veranstaltet dieser eine Hetzjagd auf Dilga, quer durchs Gebirge. Während seiner Flucht trifft Dilga an einer Quelle auf einen Satyr, einem von den Menschen gefürchteten Kreatur, die viele nur im Reich der Sagen und Legenden vermuten. Dilga kann im Kampf entkommen, doch schon bald sollen sich seine Wege mit denen des Satyr abermals kreuzen. Ein Zufall? Vor dem Hintergrund eines drohenden Krieges zwischen zwei Menschenreichen entwickelt sich Dilgas Begegnung mit dem legendären Wesen zu einer Freundschaft über Grenzen hinweg. Dilga muss schon bald erfahren, dass das Schicksal von Menschen und Satyr von seinem Mut und Geschick abhängt wird, denn er soll das nahezu Unmögliche vollbringen…

Über das Buch und den Autor

Martin J. Christians studierte in Bremen Geschichte und Kulturwissenschaften, hat einen Abschluss als Magister Artium, arbeitete in verschiedenen Museen, später als Programmierer, selbstständiger Kaufmann und Dozent. Seit 2012 lebt er mit Frau und Hund an der Nordseeküste. Martin J. Christians schreibt seit dem Studium, zunächst Geschichten für Rollenspiele, Kurzgeschichten und Sachtexte. Sein erster Roman Überleben, (eine Dystopie) wurde im September 2015 als E-Book bei Neobooks veröffentlicht. Mit Dilgas Versprechen wagt dich der Autor nun auch erfolgreich ins Genre Fantasy vor. Das Buch hat 378 Seiten und ist als E-Book erschienen.

Meine Meinung

Nachdem ich Martin J. Christians Roman Überleben gelesen habe, der mich jedoch nicht in allen Punkten überzeugen konnte, hatte ich nun noch die Gelegenheit sein neues Fantasybuch zu lesen. Dass er auch Geschichten für Rollenspiele schreibt, merkt man bei der Lektüre, denn Dilgas Versprechen list sich um einiges schöner und auch die Handlung ist stimmig. Ich muss sagen, mir hat das Buch recht gut gefallen. Dilga ist ein Söldner mit Ecken und Kanten, der schon so einiges mitmachen musste und im Buch auch mitmachen muss. Mir hat sein Charakter von Anfang an recht gut gefallen und der Autor hat sich wirklich viel Mühe gegeben ihn im Verlauf der Handlung weiter zu entwickeln. Als Söldner steht er in der Gesellschaft ziemlich weit unten und wird von vielen Menschen mit Verachtung und Misstrauen bedacht. Sicher gibt es dafür Gründe, aber der Leser weiß, dass Dilga anders ist und es ist interessant zu lesen, wie er selbst mit der Missgunst seiner Umgebung umgeht. Überhaupt spielt der Autor sehr viel mit Klischees und Vorurteilen, weshalb man dem Roman eine gewisse gesellschaftskritische Komponente nicht absprechen kann. Mit Dilga hat Martin J. Christians eine Hauptfigur am Rande der Gesellschaft gewählt, mit den Satyr zudem ein weithin gefürchtetes Volk, vor dem die Menschen panisch die Flucht ergreifen, falls sie überhaupt je einen Satyr zu Gesicht bekommen. Sie sind ein verkanntes Volk, um das sich viele Geschichten ranken, die man Kindern besser nicht abends vor dem Schlafen erzählen sollte. Die Vorurteile gegenüber den Satyr sind zahlreich und selbst Dilga hegt sie, denn er ist in seinem Leben noch nie einem Satyr begegnet. Was der Autor aus den Satyr schließlich macht, hat nicht nur mich erstaunt, sondern auch Dilga, dem in vielen Dingen die Augen geöffnet werden. Ich will hier nicht mehr dazu verraten, denn es ist eine, wie ich finde, schöne Geschichte, die hier erzählt wird und sich gerade durch die Beziehung der beiden unterschiedlichen Protagonisten von den bekannten Schlag-drauf-Romanen abhebt.
Martin J. Christians kann schreiben, das hat er schon in Überleben unter Beweis gestellt. Mich hat auch dieses Buch überzeugt. Die Handlung ist abwechslungsreich, der Stil flüssig und bildhaft und es fiel mir nicht schwer in Dilgas Welt einzutauchen. Immer wieder gibt es auch kleinere Spannungskurven, in denen man das Buch dann auch nicht zur Seite legen kann. Vor allem weil mir Dilga als Charakter so gut gefallen hat, konnte ich in vielen Dingen mitfiebern und bangen. Bei manchen Nebencharakteren hätte ich mir zwar noch etwas mehr Tiefgang gewünscht, aber das war in Ordnung, denn schließlich ist es in erster Linie Dilgas Geschichte, die erzählt wird. Einen kleinen Wermutstropfen gab es bei dieser Lektüre jedoch. So schön, spannend und abwechslungsreich sie auch geschrieben ist, der Schluss konnte mich nicht zufrieden stellen. Zwar war es kein Schluss, der nun völlig aus der Handlung fiel, jedoch war er einfach viel zu kurz und abrupt. Meiner Meinung nach fehlten noch ein paar Seiten bzw. ein ausführlicher Epilog, der die Handlung abrundet. Ich vergleiche es mal mit Der Herr der Ringe: Der Ring fällt mit Gollum in die Lava – Abspann, das war’s. Ein Ausgang der passt, aber es fehlt der Abschluss. Jetzt kann man sich natürlich den Kopf zerbrechen, ob es vielleicht als Cliffhanger gedacht ist und es eine Fortsetzung geben wird. Ich wäre jedenfalls als Leser dabei. :)

4.5 von 5 Sternen "Abwechslungsreich und gut geschrieben!"

4.5 von 5 Sternen
„Abwechslungsreich und gut geschrieben!“

Mein Fazit

Ein schön geschriebener Fantasyroman, der mit einer abwechslungsreichen Handlung und interessanten Charakteren besticht. Lässt sich schön lesen und ist fesselnd bis zum Schluss. Besonders gefallen hat mir die Beziehung zwischen Dilga und dem Satyr, der eigentlich ein Monster sein soll, sich jedoch so gar nicht monsterhaft darstellt. Danke nochmal an den Autor für die Lektüre.

Jay

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