Ursula Poznanski: Die Vernichteten (Rezension)

Ursula Poznanski: Die Vernichteten

Ursula Poznanski: Die Vernichteten
Hardcover, Loewe Verlag (2014)

Inhalt

Nachdem Eleria und ihre Freunde die unglaublichen Hintergründe aufdecken konnten, warum der Sphärenbund sie umbringen wollte, bleibt ihnen nur noch wenig Zeit das Schicksal tausender Menschen in und außerhalb der Sphären zum Guten zu wenden. Auf der Flucht vor den Sentinels und den Kriegern von fremden und des eigenen Clans wenden sie sich nach Westen auf der Suche nach Freunden und Unterstützung. Doch alles, was sie bisher herausgefunden haben ist nur ein geringer Teil der ganzen Wahrheit, die sich als weitaus schrecklicher und grausamer herausstellt, als sie es sich jemals hätten vorstellen können…

Über das Buch

Die Vernichteten ist der lang erwartete dritte und letzte Band von Ursula Poznanskis fesselnder Eleria-Trilogie, die seit 2012 die Freunde dystopischer Romane begeistert. Das Buch erschien im Juli 2014 beim Loewe Verlag als Hardcover und umfasst 526 Seiten in 38 Kapiteln. Damit ist es nochmal um einige Seiten länger, als seine Vorgänger Die Verratenen (Band 1) und Die Verschworenen (Band 2). Die Vernichteten ist derzeit außerdem als ebook und als Hörbuch erhältlich.

Meine Meinung

Ich habe innerhalb der letzten Woche die ersten beiden Bände der Trilogie gelesen. Während Die Verratenen in meinen Augen noch manche Schwächen hatte, konnte mich Die Verschworenen mit seinen tollen Ideen, den zahlreichen unerwarteten Wendungen und liebenswerten Charakteren wirklich begeistern und fesseln. Was Ursula Poznanski jedoch in Die Vernichteten abliefert ist wahrhaftig die Krönung der Reihe. Nicht nur ist der dritte Teil wieder spannend von der ersten bis zur letzten Seite, er überrascht auch mit der Auflösung vieler kleinerer und größerer Rätsel, viel Emotion und weitere tiefere Einblicke in die bekannten Charaktere. Zudem werden neue interessante Personen eingeführt, welche die Handlung bereichern, ohne dass es zu unübersichtlich wird. Frau Poznanski lässt wirklich nichts aus, um den Leser ein denkwürdiges Finale für ihre erste Trilogie zu präsentieren. Wer von den Enthüllungen in Band 2 schon überrascht war und glaubte nun eigentlich alles über die Verschwörung innerhalb des Sphärenbundes zu wissen, dem werden in Die Vernichteten einmal mehr die Augen übergehen. 8-O
Schon auf der emotionalen Seite lässt die Autorin nichts aus. Liebe, Hass, Furcht, Verachtung, Freude, Empathie,… alles findet seinen Platz und erzeugt beim Leser ein Wechselbad der Gefühle. Gewalt und Kämpfe sind ebenfalls mit dabei, jedoch auf ein sinnvolles und glaubwürdiges Maß beschränkt. Die Spannung des Romans wird vielmehr durch die zahlreichen Enthüllungen und die damit verbundenen Wendungen in der Handlung erzeugt. Das hat mir sehr gut gefallen. :)
Was ist Negatives anzumerken? Hierzu ein paar wesentliche Punkte:
:arrow: An der einen oder anderen Stelle machen es sich die Charaktere leider unnötig schwer, was man eigentlich aufgrund ihrer Intelligenz so nicht von ihnen erwartet hätte.

Spoiler Zeigen

 

:arrow: Die Liebesgeschichten zwischen manchen Charakteren, allen voran zwischen Eleria und Sandor, kamen zum Teil etwas kurz. Hier hätte ich mir v. a. noch etwas mehr tiefgehende Dialoge gewünscht.
:arrow: Beim Abschluss gab es ebenfalls ein paar Dinge, die das positive Bild etwas trübten. Was zum Beispiel Quirin angeht, fand ich das Ende schlichtweg zu einfach, nach allem was der sich im Vorfeld geleistet hat, und auch Aureljos Verhalten entsprach leider auch nicht mehr ganz dem Bild, dass man von ihm hatte. Wo war der berechnende, ausgeglichene Mensch geblieben, der die Dinge durchdenkt und stets auf eine gewaltfreie Lösung hinarbeitet? Es entstand der Eindruck, seine vielen positiven Charaktereigenschaften wurden zugunsten einer höheren Dramatik geopfert. Leider war das in meinen Augen wenig überzeugend. :hmm:

4 von 5 Sternen "Abwechslungsreicher Abschluss einer gut durchdachten Dystopie!"

4 von 5 Sternen
„Abwechslungsreicher Abschluss einer gut durchdachten Dystopie!“

Mein Fazit

Insgesamt ist Ursula Poznanski mit Die Vernichteten ein recht guter Abschluss der Eleria-Trilogie gelungen. Sie konnte die Spannung durch viele gute Ideen und deren stilistisch klare Umsetzung abermals steigern und mich bis zur letzten Seite fesseln. Die Werbung spricht von einem „grandiosen Finale“ und dieser Meinung will ich mich in weiten Teilen durchaus anschließen. Allerdings bleiben ein paar wenige Kritikpunkte bis zum fünften Stern. Wem jedoch die ersten beiden Bücher schon gefallen haben, der wird wohl auch mit dem dritten Band seine Freude haben. :)

Jay

 

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