18. September 2020

Immer montags beste Freunde von Laura Schroff

Immer montags beste Freunde von Laura Schroff (Cover)

Laura ist eine erfolgreiche Verkaufsleiterin, die an einem normalen Montag durch die Straßen von New York hetzt. Sie hat keine Zeit, achtet kaum auf ihre Mitmenschen – auch nicht auf den kleinen Jungen, der sie um Kleingeld anbettelt. Sie ist schon an der nächsten Straßenecke, als sie plötzlich stehen bleibt – und umkehrt. Sie kauft dem hungrigen Maurice etwas zu essen und erfährt von seinem Leben. Von dem Tag an treffen sich Maurice und Laura jede Woche über Jahre hinweg, immer montags. Dies ist die Geschichte ihrer einzigartigen Freundschaft – die bis heute anhält.

Eine Frau, die alles hat.
Ein Junge, dem alles fehlt.
Eine untrennbare Freundschaft.

Titel: Immer montags beste Freunde (An Invisible Thread) Autorin: Laura Schroff Verlag: Diana Verlag (Howard Books) Seitenzahl: 304 Genre: Roman/Erzählung Alter: 16+ Erste Aufl.: 05. Oktober 2015 (07.08.2012) Ausgaben: Taschenbuch, E-Book, Hörbuch ISBN: 978-3453291751 (TB)

Meine Meinung zu Immer montags beste Freunde

Es ist inzwischen bereits ein paar Wochen her, seit ich das Buch gelesen habe. Ich bin damals über ein Bücherforum darauf aufmerksam geworden und es hat mich so interessiert, dass ich mir über Ebay ersteigern musste. Ich mag hin und wieder Bücher mit gesellschaftskritischer Thematik und dazu zähle ich auch dieses Buch. Der besondere Reiz von Immer montags beste Freunde lag für mich auch im wahren Hintergrund der Geschichte. Die Autorin Laura Schroff schreibt in dem Buch eine wahre Begebenheit nieder, in der sie selbst eine Hauptperson ist. Sie ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die in ihrem Leben eine Leere zu füllen hat. Denn trotz ihres beruflichen Erfolgs ist sie eine einsame Person inmitten der Großstadt New York, wo zwar viele Menschen leben, aber trotzdem vieles anonym bleibt und jeder mehr mit sich beschäftigt ist, als mit den Mitmenschen.

Laura trifft schon zu Beginn der Geschichte auf den 10-jährigen Maurice, der sie um ein paar Münzen anbettelt, und obwohl sie bereits achtlos an ihm vorbeigelaufen war, kehr sie um und beginnt ein Gespräch mit ihm. Sie lädt ihn zu McDonalds ein und erfährt so einiges über den jungen Farbigen. In den folgenden Wochen und Monaten trifft Laura sich immer wieder mit Maurice und es entwickelt sich eine interessante Freundschaft zwischen den beiden, die nicht nur Maurice eine bessere Zukunft ohne Hunger, Drogen und Gewalt ermöglicht, sondern auch das Leben kinderlosen Laura sehr bereichert. Es ist eine berührende Geschichte voller Höhen und Tiefen einer zunächst ungleichen Freundschaft, die am Ende für alle Beteiligten sehr gut ausgeht.

Mir hat gut gefallen, dass Laura Schroff im Buch sowohl auf Maurice‘ Lebensverhältnisse eingeht und den Lesern damit einen Einblick in seine Welt ermöglicht. Zum anderen erzählt sie aber auch viel aus ihrem eigenen Leben, den familiären Problemen in ihrer Kindheit und was ihr alles widerfahren ist, bevor sie Maurice kennenlernte. Immer montags beste Freunde ist eigentlich ein Buch über zwei Leben, die, trotz verschiedener gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, einige parallelen aufweisen. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart störte mich dabei nicht. Vielmehr brachten die Rückblicke in Lauras Kinder- und Jugendzeit etwas mehr Schwung in die Handlung und half ihre Beweggründe besser zu verstehen.

Der Untertitel des Buches lautet „Der Junge, der mein Leben veränderte,“ allerdings veränderte Maurice nicht nur Lauras Leben, sondern ist gleichzeitig ein positives Beispiel, wie sein Leben von Laura verändert wurde, obwohl die beiden zunächst Welten entfernt zu sein scheinen. Mit Lauras Hilfe gelingt es Maurice einer Zukunft voller Gewalt und Verbrechen zu entkommen, in die so viele Jugendliche ohne Perspektive in der Großstadt abgleiten. Mir hat das gut gefallen.

Mein Fazit zu Immer montags beste Freunde

4.5 von 5 Sternen „Gut und ansprechend geschrieben.“

Mir hat das Buch recht gut gefallen, denn es gewährt nicht nur einen Einblick in das Leben auf den Straßen von New York und den Problemen der Kinder und Jugendlichen, die in einer teuflischen Spirale von Gewalt und Verbrechen gefangen sind. Das Buch zeigt auch in ergreifender Weise auf, wie zwei Menschen zueinander finden können und sich gegenseitig helfen, ihr Leben in neue, positivere Bahnen zu lenken. Es ist nicht reißerisch geschrieben und erhebt auch nicht den Zeigefinger, um auf all die Probleme hinzuweisen. Dennoch ist es eine einigermaßen spannende Lektüre, die einem das Herz erwärmen kann.

Jay

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