Scott McLeary – In die Finsternis

Scott McLeary: In die Finsternis E-Book

Scott McLeary: In die Finsternis
E-Book

Inhalt

Als die Anomalie am Himmel erschien, ahnten die Gambrianer nicht, dass viele von ihnen dem Tod geweiht waren. Aus welcher Welt die Bestie stammte, vermochte niemand zu sagen, doch sobald sie ihren Fuß auf die Planetenoberfläche gesetzt hatte, begann das Sterben. Erst als die gesamte gambrianische Zivilisation am Rande der Auslöschung stand, gelang es in einer verzweifelten Operation, die Bestie gefangen zu nehmen.

Jahrmillionen später – auf der Erde tobt der Erste Weltkrieg – wird eine französische Spezialeinheit in Marsch gesetzt, um das Geheimnis einer deutschen Ausgrabung zu ergründen.
Wonach haben die Deutschen gesucht, und warum sind sie so plötzlich verschwunden? Die Deutschen haben etwas freigelassen. Eine Bestie, die nie mehr das Licht der Sonne hätte sehen dürfen…

Über das Buch

Das Buch ist als E-Book erschienen und umfasst 321 Seiten. Es ist in drei große Abschnitte mit insgesamt 74, zum Teil recht kurze, Kapitel gegliedert. Außerdem gibt es einen Prolog und einen Epilog.
Auch wenn das Cover einen reinen Science-Fiction-Roman verspricht, so ist das Buch doch eine gelungene Kombination aus zwei Genres: Science Fiction und Kriegsroman. Schauplatz der Handlung ist die Erde.

Meine Meinung

Ich habe das Buch vom Autor Scott McLeary zur Rezension angeboten bekommen und da ich gerne hin und wieder auch Science-Fiction Romane lese, habe ich auch gleich zugesagt es zu lesen. Die Inhaltsbeschreibung klang zumindest sehr vielversprechend und versprach ein actionreiches Lesevergnügen. Nun, Langeweile ist bei mir ganz sicher nicht aufgekommen und vor allem die beschriebenen Kämpfe sind nicht gerade als Gute-Nacht-Geschichte geeignet, aber der Reihe nach. Die Protagonisten des Romans sind die Mitglieder einer französischen Spezialeinheit, die in geheimer Mission die Hintergründe für eine Ausgrabung der Deutschen hinter der Frontlinie von Verdun aufdecken sollen. Die Männer sind allesamt gut beschrieben und haben auch einiges an Vorgeschichte für den Leser zu bieten, die sich erst langsam im Laufe der Handlung dem Leser erschließt. Prinzipiell ist das ja nicht schlecht, doch irgendwie haben sie es nicht geschafft bei mir Sympathiepunkte zu sammeln. Ich fand sie oft zu unnahbar und konnte mich nicht so mit ihnen identifizieren, wie es vom Autor wohl gedacht war. Lag es vielleicht auch daran, dass es Franzosen waren und die Deutschen der böse Gegner? Der Autor hat erfolgreich versucht den Krieg, insbesondere die traurig-berühmte Schlacht um Verdun als grausam, erschreckend und vollere Gewalt darzustellen. Das fand ich gut. Die Bilder die er beschreibt wirken sehr real und man erlebt als Leser die beklemmende Atmosphäre auf dem Schlachtfeld und das sinnlose Sterben auf beiden Seiten. Soweit OK. Was mich jedoch dabei wirklich gestört hat war, dass McLeary dabei für eine Seite Partei ergreift und die andere weitgehend in einem sehr schlechten Licht darstellt – die Deutschen. In vielerlei Hinsicht sind sie im Buch die Bösen, unter anderem Hosenscheißer, Ignoranten und Sadisten. Hier hat der Autor meiner Meinung nach zu dick aufgetragen beziehungsweise einen zu einseitigen Blick auf die Ereignisse geworfen. Ich mag solche Schwarz-Weiß-Malerei vor realen historischen Hintergründen generell nicht, denn in jedem Krieg gibt es Verbrechen und Schandtaten auf allen Seiten. Die Guten und die Bösen gibt es dabei nicht. Das ist zumindest meine Meinung. Der historische Hintergrund des Romans hat durch die einseitige Betrachtung dadurch ein ganzes Stück seiner Glaubwürdigkeit eingebüßt. Schade, denn die schriftstellerische Umsetzung war ansonsten wirklich gut.
Der ultimative Gegner zwischen den Buchdeckeln war natürlich die Bestie, die von den leichtsinnigen Deutschen nach Jahrmillionen in Einzelhaft befreit wurde. Sie bringt Tod und Verderben über alles, was sich bewegt und ist dabei so hoch entwickelt und körperlich überlegen, dass der Kampf gegen sie aussichtslos erscheint. Gut fand ich, dass den heldenhaften Franzosen noch ein mächtiger Helfer zur Seite gestellt wurde und wie der Autor den Kampf gegen die Bestie in vielen Details beschreibt. Olbaid (der Helfer) macht dem befreiten Albtraum der Menschheit so richtig Dampf und dennoch ist es für ihn und die Franzosen kein Spaziergang. Das ist und war für mich gute Science Fiction, auch wenn ich mir zeitweise dachte, wie im Himmels willen man so einen Gegner überhaupt besiegen kann? McLeary macht es seinen Protagonisten ganz sicher nicht zu einfach und die Spannungskurve steigt in der zweiten Hälfte des Romans steil an.
Recht gut fand ich auch den Schluss des Buches, der die Handlung wunderbar abrundete. Die einzelnen Handlungsstränge wurden allesamt abgeschlossen und man hängt als Leser nicht in der Luft. Scott McLeary hat sich die Zeit genommen und seinen Roman ein würdiges Ende gegeben und das kann man leider nicht immer von allen Autoren behaupten.

3.5 von 5 Sternen "Ein lesenswerter Roman."

3.5 von 5 Sternen
„Ein lesenswerter Roman.“

Mein Fazit

In die Finsternis ist für mich ein Buch mit Licht und Schatten. Die Idee war gut und auch die Umsetzung kann sich lesen lassen. Der Roman entwickelt sich abschnittsweise zu einem recht guten Anti-Kriegs-Roman, der die Gräueltaten des Ersten Weltkriegs vor Augen führt, aber leider zu sehr für eine Seite Partei ergreift. Insgesamt ist das Buch eine gelungene Kombination aus Historie und Science-Fiction, die ganz bestimmt keine Langeweile aufkommen lässt.

Jay

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg

Facebook IconTwitter IconFolgt uns mit Bloglovin'Folgt uns mit Bloglovin'Folgt uns mit Bloglovin'