13. Mai 2021

Buchgespräch mit Fremden – ja oder nein?

Buchgespräch mit Fremden

Dies ist Beitrag Nummer 800 hier im Blog Bücher wie Sterne, das ich inzwischen seit fast siebeneinhalb Jahren (mit kurzen Unterbrechungen) betreibe. Ich will daher die Gelegenheit nutzen mich bei allen meinen Leserinnen und Lesern für ihre zum Teil jahrelange Treue zu bedanken. Ohne Euch würde mir das hier wesentlich weniger Freude bereiten, glaube ich. Bitte bleibt mir auch weiterhin gewogen.

Es sind vor allem Eure Kommentare, die mir zeigen, dass meine Beiträge auch gelesen werden und ich hoffe, dass Ihr hier auch im Zukunft die eine oder andere Buchempfehlung für Euren SuB findet.

Antonia vom Blog Lauter & Leise stellt auch diesen Montag wieder ihre Montagsfrage. Und weil ich gerade bei den Zahlen bin, es ist die 152. Montagsfrage, die ich hier beantworte und es macht mir immer wieder Spaß dazuzuschreiben. Diesmal geht es um Gespräche mit Fremden.

Hast du schon mal eine fremde Person angesprochen,
weil sie ein Buch las, das du schon gelesen hast?

Wer kennt das nicht? Man steht im Zug, im Bus, in der U-Bahn und da sitzt jemand und liest ein Buch, das man vielleicht selbst bereits gelesen hat und recht gut findet. Oftmals ist man versucht denjenigen oder diejenige auf das Buch anzusprechen und sich darüber zu unterhalten. Ich habe das bisher noch nie getan, weil ich dabei auch immer von mir ausgehe. Wenn ich gerade beim Lesen bin und so mittendrin in der Geschichte, möchte ich ungern gestört beziehungsweise angesprochen werden. Was anderes wäre es, wenn die Person das Buch nur in der Hand hält und gerade nicht liest. Da frage ich dann schon mal einfach so, wie dem anderen das Buch gefällt, weil ich es eben interessant finde, was andere dazu sagen. Ein Buchgespräch mit Fremden kann also durchaus interessant werden.

Vielleicht hätte ich einfach Buchhändler werden sollen, denn ich komme in Buchhandlungen immer wieder in Versuchung Leute beim Buchkauf zu beraten. Wenn zum Beispiel ein Vater und eine Mutter vor einem Regal voller Fantasybücher stehen und nicht so recht wissen, was sie dem Sprössling kaufen sollen, dann gebe ich schon manchmal einen Kommentar ab und sage, ob ich ein bestimmtes Buch gut finde oder nicht, ohne dass ich vorher darauf angesprochen und gefragt wurde. Man merkt dann auch recht schnell, ob sich die anderen beraten lassen wollen oder nicht. Dass ich so bin, liegt vermutlich an meinem Willen anderen zu helfen, wenn ich es kann, auch wenn mir das selbst eigentlich nichts bringt. Ich bin ja nicht der Eigentümer des Buchladens. Es hat sich in der Vergangenheit jedoch schon das eine oder andere gute Gespräch entwickelt.

Wie ist das bei Euch? Hattet Ihr schon einmal ein Buchgespräch mit Fremden? Wo war das und über welche Bücher ging es? Freue mich über Eure Kommentare.

Jay

Ein Gedanke zu “Buchgespräch mit Fremden – ja oder nein?

  1. Hallo Jay,

    eine Buchhandlung ist wahrscheinlich DER optimale Ort für ein Buchgespräch! Ich glaube, würdest du mich ansprechen, während ich unentschlossen vor einem Regal stehe, fände ich das super. Überhaupt habe ich das Gefühl, Buchläden sollten viel mehr für den Austausch genutzt werden. Schließlich kommen da alle zusammen, die dasselbe Hobby haben. 🙂

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Liebe Grüße,
    Elli

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