Michael J. Sullivan: Zeitenfeuer/Age of Swords (Zeit der Legenden II)

The wost nightmares are the ones you cannot wake from because they are real.
THE BOOK OF BRIN in Michael J. Sullivan: Age of Swords

Michael J. Sullivan: Zeitenfeuer
Taschenbuchausgabe
Knaur Verlag, 2018

Inhalt

Es droht ein Krieg. Nachdem die Clans der Menschen die ersten Angriffe der falschen Götter, der Fhrey, mehr oder weniger gut überstanden haben, beschließt man sich nun selbst zur Wehr zu setzen. Doch nur die vereinte Kraft aller Clans unter der Führung eines gemeinsamen Königs hätte überhaupt eine winzige Chance gegen die überlegenen Waffen und die Magie der Fhrey.
Raithe, einer der letzten seines Clans, der von den Fhrey ausgelöscht wurde, gehört zu den fähigsten Anwärtern auf den Titel, doch die Clans sind zerstritten und sein Herz ist voller Zweifel, dass die Menschen einen Krieg gegen die Fhrey gewinnen können.
Persephone, jetzt die Anführerin ihres Clans, ist mit ihren Leuten aus der zerstörten Heimat geflohen und versucht mit aller Kraft die Clans zu vereinen. Zusammen mit wenigen Getreuen macht sie sich auf die gefährliche Seereise zu den Dherg, die wie kein anderes Volk die Kunst des Schmiedens beherschen, um bessere Waffen für den Kampf gegen die Fhrey auszuhandeln. Doch die Dherg suchen ihren eigenen Vorteil in der Notlage der Menschen und so muss Persephone mit ihren Freunden in die Tiefen der verbotenen Stadt hinabsteigen, um dort etwas zu töten, dass eigentlich gar nicht leben dürfte…

Über das Buch und den Autor

Michael J. Sullivan wurde am 17. September 1961 In Milwaukee (Wisconsin, USA) geboren (andere Quellen sagen in Detroit) und gilt als erfolgreichster selbstverlegender Fantasy- und Science-Fiction Autor. In Deutschland wurde er vor allem mit seiner Ryiria-Reihe bekannt, die 2014-1016 von Hobbit Presse/Klett-Cotta veröffentlich wurde. Das erste Buch heißt Der Thron von Melengar. Mit Rebellion (Age of Myth) begann Sullivan 2016 eine neue Fantasy-Buchreihe, die insgesamt sechs Bände umfasst und den Reihentitel Legends of the First Empire (Zeit der Legenden) trägt. Außergewöhnlich ist wohl der Arbeitsstil des Autors, der zuerst alle Bücher einer Reihe vollendet, bevor der erste Teil seinen Weg in die Regale findet. Die Bücher sind also schon fertig und werden sukzessive in den kommenden Jahren veröffentlicht werden. Zeitenfeuer (Age of Swords) ist der zweite Band der Reihe. Die folgenden Bände heißen Age of War, Age of Legends, Age of Death und Age of Empyre.

Age of Swords erschien am 25. Juli 2017 als Hardcover. Ab dem 30. Januar 2018 gibt es auch eine englische Taschenbuchausgabe. Die Hardcoverausgabe des Buches hat insgesamt 473 Seiten, davon 444 Seiten für die Handlung in 32 Kapiteln, plus ein ausführliches Glossar der Orte und Personen.
Am 2. Mai 2018 wird die deutsche Übersetzung von Age of Swords als Taschenbuchausgabe beim Knaur Verlag (München) unter dem Titel Zeitenfeuer (Zeit der Legenden 2) erscheinen. Das deutsche Buch hat 624 Seiten und übersetzt wurde es von Marcel Aubron-Bülles.

Meine Meinung

Michael J. Sullivan: Age of Swords, US-Hardcover
Del Rey Verlag, 2017

Schon der erste Band der Reihe konnte mich in seinen Bann ziehen. Der Einstieg war abwechslungsreich und spannend, und so wird die Geschichte im zweiten Teil auch fortgesetzt. Um wieder in die Handlung zu kommen, gibt der Autor immer wieder auch Rückblicke auf die Ereignisse im ersten Buch, sodass man als Leser schnell wieder mit den Personennamen und Orten zurechtkommt.
Was mir wieder besonders gut gefallen hat, sind die vielschichtigen Charaktere, die man schnell in sein Herz schließt. Sullivan versteht es wirklich seine Personen zu beschreiben und mit allerlei Ecken und Kanten auszustatten, welche die Handlung immer wieder neue Wendungen geben. Besonders gut gefällt mir das Mädchen Suri mit ihrer treuen Begleiterin und Freundin Minna, dem, wie sie selbst sagt, weisesten Wolf der Welt. Suris Charakter macht im zweiten Band große Schritte nach vorne, als sie mit Hilfe ihrer guten Freundin Arion ihre magischen Fähigkeiten zögerlich weiterentwickelt, was im Buch sehr schön und detailliert beschrieben wird. Überhaupt gefällt mir Sullivans Konzept von Magie recht gut, aber lest es selbst. Ich will nicht zu viel verraten.
Doch auch Raithe und Persephone haben mit ihren Ängsten zu kämpfen, denn zu viel steht für die Menschen auf dem Spiel, wenn ihre ehemaligen Götter, die Fhrey gegen die Clans der Menschen in den Krieg ziehen. Persephone ist eine starke Frau und zweifellos wieder einer der stärksten Charaktere im Buch. In ihrer Strebsamkeit übertrifft sie Raithe, der den Problemen und den Fhrey lieber aus dem Weg gehen würde. Doch auch die anderen Protagonisten leisten ihren Beitrag zu einer spannenden Geschichte und konnte mein Herz gewinnen. Der Autor schafft es sehr gut seine Welt facettenreich zu bescheiben und ich habe gerne auch noch das nächste Kapitel gelesen, um darin zu verweilen. Während sich Rebellion (Age of Myth) weitgehend in und um Persephones Heimatdorf abspielte, verlagert sich im zweiten Teil der Schauplatz der Handlung und Sullivans Welt vergrößert sich sehr, wie man an der Landkarte im Buch erkennen kann. Später geht es schließlich in den Untergrund, denn über einige Kapitel hinweg begleitet man Persephone und ihre Abenteurergruppe durch die verbotene Stadt der Dherg, wo es eine uralte Macht zu bekämpfen gilt. Sullivan gelang es gut, die düstere Atmosphäre und die Spannung einzufangen. Es erinnerte mich ein wenig an die Minen von Moria in Der Herr der Ringe, jedoch mit einigen neuen, guten Ideen, die man von einem guten Fantasyautor erwartet.
Age of Swords
hat zudem mehrere Handlungsstränge, sodass man als Leser immer auch einen Überblick über die Ereignisse behält. Diese sind gleichsam interessant und Sullivan verzichtet auch auf unnötig starke Cliffhanger, womit sich das Buch flüssig lesen lässt, ohne dass man sich als Leser ständig über Unterbrechungen ärgern muss (gerade dann, wenn es spannend wird). Das Ende des Buches war „rund“ und lässt mich in froher Erwartung auf den nächsten Teil zurück. Teil Drei (Age of War) soll am 17. April 2018 erscheinen.

4.5 von 5 Sternen
„Eine würdige und spannende Fortsetzung der Reihe.“

Mein Fazit

Insgesamt hat mir der zweite Band der Reihe noch etwas besser gefallen, als der erste. Michael J. Sullivan erweitert nicht nur seine Fantasywelt um viele interessante Facetten, sondern entwickelt auch seine Charaktere weiter, was es für den Leser noch schwieriger macht, das Buch zur Seite zu legen. Ich halte Age of Swords für eine würdige Fortsetzung des ersten Buchs, wenngleich auch vereinzelt Parallelen zu Tolkien zu entdecken sind (insbesondere in der unterirdischen Stadt der Dherg). Das tut der Spannung jedoch keinen Abbruch und ich freue mich auf den nächsten Teil.

Achja, das Cover zeigt die Hafenstadt der Dherg und Persephones Gruppe. Es bezieht sich auf die Handlung im Buch und ist in meinen Augen künstlerisch ansprechend gelungen. Während das deutsche Cover des ersten Buches vom englischen Cover (leider) abweicht, ist es beim zweiten Band mit dem englischen weitestgehend identisch. Hoffen wir, dass der Verlag das auch zukünftig so umsetzt.

Sprachniveau: 2 von 4 (Einsteiger)

Ich habe Age of Swords im englischen Original gelesen und fand es vom Sprachniveau her recht gut verständlich. Fortgeschrittene Lerner sollten damit nicht allzu große Probleme haben. Hin und wieder gibt es Passagen, die etwas anspruchsvoller sind, ansonsten wird weitgehend Standardwortschatz verwendet.

Ich freue mich wie immer über eure Kommentare und Eindrücke zum Buch und zur Rezension.

Die Cover der Reihe

 

Jay

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