2. April 2020

Die verborgene Stadt Percepliquis von Michael J. Sullivan

Die Verborgene Stadt Percepliquis

Der Krieg hat begonnen. Ein Heer der Elfen, die seit Jahrhunderten zurückgezogen und verborgen in ihrem Land Erivan gelebt haben, hat den Fluss Niwalden überquert und zieht gegen die Menschen. Ihrer kämpferischen Stärke ist nichts entgegenzusetzen und eine Provinz nach der anderen wird überrannt, die Städte bis auf die Grundmauern zerstört und alle Bewohner getötet. Wer es noch schafft, flieht nach Aquesta, in die Hauptstadt des Neuen Imperiums, wo sich die Menschen hinter den starken Mauern der Burg zusammenfinden, um dem Ansturm der Elfen Widerstand zu leisten – oder endgültig vernichtet zu werden.

Die einzige Hoffnung, die Vernichtung der menschlichen Rasse zu entgehen, liegt in Percepliquis, der verborgenen Hauptstadt des alten Imperiums der Menschen und Elfen. Nur ein legendäres Artefakt, das Horn von Gylindora, vermag den Ansturm der Elfen zu stoppen und Frieden zu schaffen. Zusammen mit einigen Freiwilligen um die Prinzessin Arista müssen Hadrian und Royce erst die verborgene Stadt Percepliquis finden, das Horn aus der Grabkammer des Imperators Novron bergen und nach Aquesta bringen. Der scheinbar aussichtslose Weg führt sie tief hinab unter die Erde auf einen Weg voller Wunder, aber auch voller tödlicher Gefahren.

Titel: Die verborgene Stadt Percepliquis (Percepliquis) Autor: Michael J. Sullivan Verlag: Hobbit Presse/Klett-Cotta Reihe: Riyria, #6 Seitenzahl: 637 Genre: Fantasy Alter: 13+ Erste Aufl.: 21. April 2019 Ausgaben: Taschenbuch, E-Book, Hörbuch ISBN: 978-3608960174 (TB) Sonstiges: Karte Vorgängerband: Das Fest von Aquesta (Riyria #5)

Über den Autor von Die verborgene Stadt Percepliquis

Michael J. Sullivan, Autor von "Die verborgene Stadt Percepliquis"

Michael J. Sullivan wurde am 17. September 1961 in Detroit (Michigan, USA) geboren und gilt als erfolgreichster selbstverlegender Fantasy- und Science-Fiction Autor. In Deutschland wurde er vor allem mit seiner Ryiria-Reihe bekannt, die ab 2014 von Hobbit Presse/Klett-Cotta veröffentlich wurde. Das erste Buch heißt Der Thron von Melengar.
Mit Rebellion (Age of Myth) begann Sullivan 2016 eine neue Fantasy-Buchreihe, die insgesamt sechs Bände umfasst und den Reihentitel Zeit der Legenden (Legends of the First Empire) trägt.

Michael J. Sullivan arbeitet als Vollzeitautor, was ihm unglaublich Freude bereitet, und lebt mit seiner Frau und den drei Kindern in Fairfax in der Nähe von Washington, D. C.

Meine Meinung zu Die verborgene Stadt Percepliquis

Die verborgene Stadt Percepliquis ist der letzte Band der 6-teiligen Riyria-Reihe von Michael J. Sullivan. Mit seinen 637 Seiten ist er zudem ein ganzes Stück dicker, als die vorherigen fünf Bände, was aber nicht stört, da der Autor in meinen Augen eine sehr gute Leistung abliefert, die sich vor den anderen Büchern der Reihe nicht zu verstecken braucht. Den Großteil der Handlung nimmt die wagemutige Reise der Protagonisten in die verborgene Stadt Percepliquis ein. Es ist die legendäre Hauptstadt des Alten Imperiums, von der niemand so genau weiß, wo sie sich befindet und wie man zu ihr gelangt. Myrion, der Mönch und Freund von Hadrian, Royce und Arista gelingt es aus alten Aufzeichnungen einen Weg zu finden, doch der ist äußerst beschwerlich und voller Gefahren. Arista, Hadrian, Royce und ihre Begleiter (alles bekannte Protagonisten aus den vorherigen Büchern) machen sich auf den Weg, doch je weiter sie nach Percepliquis vordringen, umso gefährlicher und unmöglicher scheint die Reise zu werden, die von der Gruppe alles abverlangt. Nicht alle werden zudem lebend zurückkommen, was die Dramatik der Handlung noch zusätzlich verstärkt.
Sullivan gelingt es mühelos den Spannungsbogen mit der Zeit ansteigen zu lassen. Auch wenn die Handlungsstränge öfter zwischen der Reisegruppe und den Ereignissen in Aquesta wechseln, ist es zwischendurch nicht mehr als ein kurzes Durchatmen, bis zum nächsten großen Paukenschlag. Während die einen Percepliquis suchen, rüstet sich Imperatorin Modena in Aquesta zum Krieg gegen die Elfen, die zum finalen Schlag gegen die Menschenrasse ausholen und alles zerstören und töten, was sich ihnen in den Weg stellt. Schwere Stunden brechen herein und die Lage scheint nahezu hoffnungslos.

Was die Charaktere und ihre Probleme betrifft, lässt Sullivan nichts aus. Er beschäftigt sich mit jedem einzelnen Protagonisten und lässt sie für die Leser dadurch noch glaubwürdiger erscheinen. Zum Beispiel ist Royce, der sich seit dem Tod von Gwen immer mehr in sich zurückzieht, dann sind da Aristas Gefühle und ihre verlorenen Geliebten, dann die Gründe für den wiederholten Verrat durch den Zwerg Magnus in der Vergangenheit, und auch Hadrians familiärer Hintergrund und was da noch so alles in den Charakteren schwelt. Sullivan lässt nichts und spricht die Fragen an, und was könnte sich für die Lösung aller Probleme besser eignen, als eine ausweglose Situation, in dem die verzweifelten Protagonisten dem Tode nahe zu sein scheinen? Mir hat das sehr gut gefallen, weil es die Geschichte wunderbar abrundet und es Dinge sind, für die man gerne eine Erklärung oder Lösung haben möchte.

Doch das Ende der Reise in die verborgene Stadt Percepliquis und dir Rückkehr ist keinesfalls das Ende der Handlung. Gerade, als man sich zurücklehnen möchte und meint, alles wäre vorbei, zieht einem Sullivan den Boden unter den Füßen weg, denn kaum etwas entwickelt sich so, wie man es sich vorher vielleicht zusammengereimt hat. Michael J. Sullivan überrascht seine Leser, indem er plötzlich die vielen kleinen Puzzleteile, die er in den vorherigen Büchern ganz nebenbei gestreut hat, zu einem neuen Bild zusammensetzt, das man so nicht erwartet. Gerade im letzten Viertel des Buches ändert sich so viel, dass man nur begeistert aber sprachlos weiterlesen kann. Selbst in den letzten drei Sätzen des Buches findet der aufmerksame Leser (oder die aufmerksame Leserin) noch etwas, was einen lächelnd das Buch schließen lässt. Zumindest mir ging es so.

Mein Fazit

Sterne-Bewertung von "Die verborgene Stadt Percepliquis"
5 von 5 Sterne „Ein gelungener Abschluss“

Die verborgene Stadt Percepliquis ist ein mehr als würdiger Abschluss der Riyria-Reihe von Michael J. Sullivan. Es ist ein Buch voller Spannung, unvorhergesehenen Ereignissen und Wendungen, das mich mit jeder weiteren Seite nur noch mehr begeistern konnte. Die Geschichte ist emotional und vielfältig, die Charaktere geben nochmal alles, um den Lesern im Gedächtnis zu bleiben und zum Schluss wird alles mehr als nur gut, es wird nahezu perfekt. Schöner kann man in meinen Augen eine Reihe nicht beenden, weshalb auch dieses Buch von mir eine Leseempfehlung bekommt.

Sprachniveau: 3 von 4 (Fortgeschrittene)

Ich habe Die verborgene Stadt Percepliquis auf Englisch gelesen. Insgesamt war das Sprachniveau gut geeignet für fortgeschrittene Leserinnen und Leser. Ein Wörterbuch könnte hin und wieder hilfreich sein.

Jay

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