19. September 2020

Sehr gut gelungen! Die Jubiläumsausgabe von „Der Herr der Ringe“ kommt!

J. R. R. Tolkien
J. R. R. Tolkien

Am 3. Januar 1892 wurde John Ronald Reuel Tolkien in Bloemfontein (Republik Südafrika) geboren und am 3. Januar 2017 feiert der weltbekannte britische Schriftsteller und Schöpfer von Mittelerde seinen 125. Geburtstag. Das ist Grund genug für den Verlag Hobbit Presse/Klett-Cotta das Ereignis und den Mann mit einer Jubiläumsausgabe seines Meisterwerks Der Herr der Ringe zu feiern.

Diese Sonderausgabe beinhaltet alle drei Bücher von Der Herr der Ringe in einem Band und hat nicht weniger als 1.293 Seiten, wovon die Geschichte lediglich 1.134 Seiten umfasst. Hinzu kommen mehrere Anhänge mit weiteren Informationen zu den geschichtlichen Hintergründen des Buches und viele Dinge mehr. Ihre Ausführlichkeit zeigen, wie detailliert und durchdacht Tolkiens Mittelerde tatsächlich ist. Die Anhänge findet man jedoch auch in den anderen Hardcoverausgaben von Der Herr der Ringe des Verlags. Das muss man ehrlicherweise mit dazu sagen.

Klett-Cotta orientiert sich mit seiner neuen Jubiläumsausgabe an der englischen Jubiläumsausgabe, die anlässlich Tolkiens 100. Geburtstag bereits im Jahr 1992 erschienen ist. Das zeigt sich schon am Schutzumschlag, der bei beiden Büchern das gleiche Bild zeigt, welches vom bekannten Künstler Alan Lee gezeichnet wurde. Auch die nicht weniger als 50 farbigen Illustrationen im Buch entsprechen sich in den beiden Werken. Alan Lee hat sie speziell für die Ausgabe zu Tolkiens 100. Geburtstag gezeichnet und sie zeigen auf beeindruckende Weise, wie sich wohl auch der Schriftsteller selbst seine Mittelerde vorgestellt haben muss.

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe Jubiläumsausgabe Hobbit Presse/Klett-Cotta
J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe, Jubiläumsausgabe
Hobbit Presse/Klett-Cotta

Ich habe mir vor ein paar Jahren eine gut erhaltene englische Jubiläumsausgabe (von 1992) des Buches gekauft, weil sie auch als die am schönsten illustrierte Ausgabe bekannt ist. Jetzt freue ich mich, dass ich zudem eine ebenfalls toll illustrierte deutsche Fassung im Regal stehen habe. Apropos deutsche Fassung: Die Übersetzung ist die bekannte von Margaret Carroux, die Tolkiens Werk bereits Anfang der 70er Jahre aus dem Englischen übertrug und der es ganz wunderbar gelang die Sprache des Meisters zu übernehmen und somit viel von der Mittelerde-Atmosphäre einzufangen, wie man sie sonst nur im Originaltext findet. Wer Englisch kann, sollte sich jedoch unbedingt am Original versuchen. Sind ja nur ein paar Seiten… 🙂

Neben Alan Lees Illustrationen spendiert Klett-Cotta der neuen Ausgabe einen grauen Leineneinband mit goldener Schrift auf dem Buchrücken und dazu passend, zwei verschiedenfarbige Lesebändchen in Hell- und Dunkelgrau. Außerdem kommt das Buch in einem stabilen Schuber daher, der zwar leider nicht wie das Buch in Leinen gefasst ist, dafür jedoch wenigstens passend zum Design des Schutzumschlags bedruckt wurde. Natürlich findet man im Buch auch eine dreifarbige Karte von Mittelerde und eine vergrößerte Karte von Mordor mit allen wichtigen Stationen der Reise.

J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe Jubiläumsausgabe Hobbit Presse/Klett-Cotta (2016)
J. R. R. Tolkien: Der Herr der Ringe, Jubiläumsausgabe
Hobbit Presse/Klett-Cotta (2016)

Was gibt es noch zu sagen? Das Buch ist kein Leichtgewicht. Es bringt (ohne Schuber) 1.925 Gramm auf die Waage. Mit Schuber sind es stolze 2.127 Gramm. Somit ist es wohl eines der schwersten Bücher in meinem Regal, wobei sich das im Vergleich zur englischen Jubiläumsausgabe von 1992 nicht viel gibt.

Der Verlag verkauft die Ausgabe bis zu Tolkiens Geburtstag am 3. Januar 2017 zum Einführungspreis von 68 €. Ab dem 4. Januar 2017 ist man dann mit 88 € dabei. Wer also noch keinen Der Herr der Ringe im Regal stehen hat und eh mit dem Gedanken spielt sich einen anzuschaffen, der ist mit dieser Ausgabe sicher gut beraten, nicht allein wegen der vielen tollen Illustrationen und der Aufmachung. Für echte Sammler wird das Buch jedoch keinen sonderlichen Mehrwert bieten. Da gibt es inzwischen weitaus schönere Ausgaben, zum Beispiel in Leder gebunden, die jedoch auch noch ein Stück teurer sind.

Hier noch die Anhänge und die Register am Ende des Buches

Anhang A: Die Annalen der Könige und Herrscher
Anhang B: Die Aufzählung der Jahre (Zeitalter von Mittelerde)
Anhang C: Familienstammbäume
Anhang D: Auenland-Kalender
Anhang E: Aussprache (von Namen und Schriften)
Anhang F: Sprachen und Völker des Dritten Zeitalters
Register: Lieder und Gedichte, Personen/Tiere/Unwesen, Orte

Habt ihr den Herren der Ringe schon gelesen und welche Ausgabe habt ihr im Regal stehen? Schreibt mir eure Meinung. Ich freue mich sehr über Kommentare.

Jay

6 Gedanken zu “Sehr gut gelungen! Die Jubiläumsausgabe von „Der Herr der Ringe“ kommt!

    1. Hallo Lothar,

      ja, es ist die weit verbreitete grüne Taschenbuchausgabe. Ich habe mir damals gleich die rote Hardcoverausgabe gegönnt, auf sehr dünnem Papier gedruckt. Später kam dann eine englische Hardcoverausgabe hinzu und dann vor ein paar Wochen die illustrierte deutsche Jubiläumsausgabe.

      Viele Grüße
      Jay

  1. Herr der Ringe habe ich in den 80er Jahren gelesen. Da gab es eine grüne Ausgabe die es so aber heute nicht mehr gibt.

    Sind die unterschiedlichen Ausgaben auch unterschiedlich geschrieben bzw. unterschiedlich übersetzt?

    Grüße
    Lothar

    1. Hallo Lothar,
      mir sind zwei verschiedene Übersetzungen bekannt. Die alte (und im meinen Augen auch bessere) von Margaret Carroux und eine neuere von Wolfgang Krege. Die Krege-Übersetzung ist jedoch vielen HdR-Fans zu modern und daher hat der Verlag irgendwann auch wieder die Version von Frau Carroux aufgelegt.

      Viele Grüße
      Jay

  2. Schöner Beitrag zum schönsten Buch 2016
    Diese Ausgabe ist mein neuer Liebling unter meinen Tolkiens. Die alte rote Dünndruckausgabe aus den 90ern liebe ich aber weiterhin auch sehr.

    1. Hallo Sandra,

      ja, die Ausgabe ist klasse, und wie du schon sagst: die Dünndruckausgabe ebenfalls. Ich habe da auch noch eine im Regal stehen, die ich mir in den 90ern geleistet habe. 🙂

      Viele Grüße
      Jay

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