Was macht eine gute Buchhandlung aus?

Ach, Buchhandlungen. Die Fußgängerzonen in den kleinen und großen Städten wären ein ganzes Stück ärmer und weniger sehenswert, würde es nicht hin und wieder eine Buchhandlung geben (an denen ich eh nicht vorbei gehen kann).

Die heutige Montagsfrage von Antonia vom Bücherblog Lauter & Leise beschäftigt sich genau mit diesen (hoffentlich nicht) aussterbenden Oasen der Ruhe und Entspannung, dem Rückzugsort aller Bücherfreunde und Lesesüchtigen.

In der Stadt Bayreuth, wo ich ein paar Jahre meines Lebens verbrachte, gibt es eine wunderbar gestaltete Fußgängerzone. Bis 2016 gab es dort auch einen großen Hugendubel, quasi mein Lieblingsladen, in dem ich mich immer gerne aufhielt. Auch wenn Hugendubel eine Kette ist und ich gerne auch kleine, familiengeführte Läden unterstütze, war der große Buchladen im Zentrum von Bayreuth ein häufiger Anlaufpunkt.

Was macht für mich eine gute Buchhandlung aus? Zunächst ist es nicht zwingend notwendig, dass der Laden mehrere Stockwerke hat. Gemütlich muss er eingerichtet sein, sodass man sich gerne darin aufhält. Kleine Sofas in den Ecken, auf denen man die eine oder andere Stunde schmökern kann, finde ich wichtig. Im Hugendubel gab es das auch, doch leider allzu oft besetzt von Schülern, die lieber auf ihr d*** Handy glotzten, als sich für die Auslagen zu interessieren. Daher ist kostenloses WLAN eigentlich nicht notwendig.
Die Bücher sollten natürlich einer Ordnung folgen und eine Auswahl der Genres haben, die mich interessieren, damit man auch Bücher entdecken kann, die man vorher nicht auf dem Schirm hatte. Buchhandlungen sind immer Orte des Entdeckens, denn zwischen den vielen Büchern gibt es sicher so manches Kleinod, das man gerne mit nach Hause nimmt und was einen viele Stunden Lesefreude bringt. Ich gehe selten in Buchläden, weil ich konkret ein bestimmtes Buch suche. Vielmehr liebe ich es zu stöbern und interessante Bücher für mich zu entdecken, von denen ich bis dato nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt.
In guten Buchhandlungen bekommt man auch immer wieder Empfehlungen von den Händlern. Als ich zu meiner Bundeswehrzeit 1995 in Volkach am Main war, bin ich an den Wochenenden manchmal ins nahe Würzburg gefahren, um mich dort mit Lesestoff einzudecken. Der Geheimtipp damals war Hermkes Romanboutique, was der Laden übrigens auch heute noch ist. Zumindest für alle, die Fantasy, Science Fiction und Comics lieben. Bei Hermke bekam ich schon damals tolle Buchempfehlungen, weil Hermke einfach wusste, wovon er sprach. In einem guten Buchladen lesen die Buchhändler selbst viel und können Bücher empfehlen. Manchmal findet man in den Büchern auch kleine handgeschriebene Kärtchen, die einen ersten Eindruck vom Buch vermitteln können.

In guten Buchläden sind es einfach die vielen kleinen Dinge, die stimmen müssen, damit man sich dort wohlfühlt. Große Läden sind OK, solange man nicht vom ganzen Trubel dort überrannt wird. Kleine Läden sind oft gemütlicher und die Gespräche mit den Buchverkäufern persönlicher.

Was macht für Euch einen guten Bücherladen aus? Ich freue mich über Eure Beiträge in den Kommentaren.

Jay

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