10. Dezember 2022

Pandemie-Bücher?

Grüße vom Tegernsee!
Inzwischen bin ich schon zwei Wochen hier auf Reha am Tegernsee und ich genieße die Zeit, so gut ich kann. Mein Tag ist angefüllt mit Anwendungen, in erster Linie Sport, und Essen. Klingt an sich schon mal recht gut, aber es ist schon ziemlich stressig.

Coronabedingt gibt es hier Frühstück in zwei Schichten und die erste beginnt bereits um 6:45 Uhr in der Früh. Groß Ausschlafen ist also nicht drin, wenn man was essen möchte. Ansonsten ist der Tag angefüllt mit verschiedenen Anwendungen. Ursprünglich hatte ich mir ja vorgenommen, gleich ein paar Bücher zu lesen und die Zeit zu nutzen, um meinen SuB etwas zu reduzieren. Jedoch bin ich tagsüber oft so sehr eingespannt, dass mir in den Pausen meist nach wenigen Seiten die Augen zufallen. Mein Ziel, jede Woche wenigstens zwei Bücher zu lesen, ist daher leider in weite Ferne gerückt. Nach Drachen für Trinitor schaffe ich in den nächsten Tagen gerade noch Projekt Dreamwalker von Christoph Zachariae und dann weiß ich noch nicht, was ich im Anschluss lesen werde. Vielleicht ein Buch, das eine Pandemie zum Thema hat?

In den vergangenen Monaten und Jahren haben Bücher über Pandemien eine steigende Nachfrage erfahren. Vermutlich trägt Corona daran einen großen Teil der Schuld. Wie sonst lässt sich erklären, dass zum Beispiel der Weltklassiker Die Pest (erschienen 1947) des französischen Schriftstellers Albert Camus nach über 70 Jahren erneut den Weg in die Bestsellerlisten fand? In dieser Hinsicht hat Corona tatsächlich etwas Gutes bewirkt, indem es Leserinnen und Leser für Pandemie-Literatur interessierte. Ob sich die Menschen davon Trost und Hilfe in den schweren Zeiten versprachen, kann ich nicht beurteilen. Ich persönlich empfinde es allerdings schon etwas morbide Die Pest zu lesen, während sich die halbe Welt wegen Corona kaum mehr vor die Tür traut. Das hat so ein bisschen was von Weltuntergangsstimmung. Um Pandemie-Bücher geht es auch in der heutigen Montagsfrage von Sophia vom Bücherblog Wordworld.

Pandemie-Bücher: Welche Bücher, die Seuchen, Pandemien und deren Auswirkungen zum Thema haben, könnt Ihr empfehlen?

Ich muss gestehen, dass ich hierzu relativ wenig schreiben kann, weil ich kaum Bücher in dieser Richtung gelesen habe. Klar, ich liebe dystopische Romane und Pandemien (und deren Auswirkungen) spielen dort immer wieder auch eine Rolle. Allerdings beschränkt sich mein Lesestoff auf nur ganz wenige dieser Bücher zu dieser Thematik. Eine Empfehlung habe ich jedoch für Euch.

Pandemie-Bücher

Mein Geheimtipp wäre die Enemy-Reihe des britischen Autors Charlie Higson. Die Handlung spielt in London, nachdem eine mysteriöse Krankheit alle Menschen ab einem Alter von 15/16 Jahren in Zombie-ähnliche Wesen verwandelt hat. Zombie-ähnlich deshalb, weil es sich streng genommen nicht um auferstandene Tote handelt, sondern um Erwachsene, die noch am Leben sind, sich aber aufgrund der Krankheit wie Zombies verhalten. Sie machen Jagd auf alle, die nicht von der Krankheit infiziert wurden, also auf die Kinder… Leider wurde die genial und spannend geschriebene Reihe nie komplett ins Deutsche übersetzt.

Lediglich der erste Band erschien 2014 bei Heyne unter dem Titel Die Feinde (inzwischen nur noch antiquarisch erhältlich). Ich habe die Bücher jedoch auf Englisch verschlungen, nicht zuletzt wegen der tollen Charaktere und der abwechslungsreichen Geschichte, die sich Higson ausgedacht hat.

Wer mit englischen Büchern keine Probleme hat und gerne dystopische Romane liest, dem kann ich die 7-teilige Reihe nur empfehlen. Bereits für wenige Euronen gibt es die Bücher als komplette Kollektion. In der obigen Reihe fehlt das Cover des finalen Bandes The End.

Das wäre also mein Tipp für Pandemie-Bücher zur Montagsfrage. Wenn Ihr selbst Empfehlungen zum Thema für mich habt, dann schreibt mir bitte in die Kommentare. Wer sie Enemy-Reihe liest, darf mir natürlich auch gerne eine Meinung dazu schreiben. Das würde mich freuen.

Jay

2 Gedanken zu “Pandemie-Bücher?

  1. Hey Jay,

    „Die Pest“ von Albert Camus steht bei mir auch noch herum, genau wie „Die Liebe in den Zeiten der Cholera“ von Gabriel García Márquez. Da ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen kann, was man sich davon verspricht, aktuell Pandemie-Geschichten zu lesen (man kann ja stattdessen einfach die Nachrichten schauen, das hat ja denselben Grusel-Effekt, oder nicht?), werde ich mich erst in ein paar Monaten an die beiden Klassiker machen.
    Danke natürlich auch für deinen heutigen Tipp, wobei für diese Reihe natürlich dasselbe gilt.

    Liebe Grüße
    Sophia

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