10. Juli 2020

Was haltet ihr von Büchern, die auf Filmen basieren, also die erst nach dem Film geschrieben worden sind?

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Davon halte ich prinzipiell gar nichts. Ich habe mal vor vielen Jahren ein Buch zu einem (neueren) James-Bond-Film gelesen und auch die Bücher zu den ersten drei Star-Wars-Filmen (Episode IV – VI). Im Prinzip wird nur der Film nacherzählt. Oft sind die Dialoge nahezu identisch und die Charaktere gewinnen nicht zusätzlich an Tiefe. Auch die Handlung wird nicht ausgeweitet und beschränkt sich meist nur auf die Szenen im Film. Auf gut Deutsch: Man gewinnt nichts, wenn man das Buch liest und ist mit dem Film eigentlich sogar besser bedient, da er auch noch viele Spezialeffekte mitbringt. Das ist zumindest meine Erfahrung.
Bücher zu bereits bestehenden Filmen werden eigentlich nur angeboten, um zusätzlich Geld zu machen, ebenso wie das bei den Computerspielen zu Filmen der Fall ist. Das sieht man auch daran, dass es nur bei Filmen geschieht, die eh schon Blockbuster sind und deren Hype man ausnutzt. Ich zähle diese Bücher deshalb zu den Merchandise Artikeln, wie Spielfiguren, Schlüsselanhänger, etc. Reine Geldmacherei. Ich kaufe solche Bücher nicht, denn ich kenne ja den Film.

Jay

6 Gedanken zu “Was haltet ihr von Büchern, die auf Filmen basieren, also die erst nach dem Film geschrieben worden sind?

  1. Hi. Obwohl der Artikel schon älter ist, möchte ich doch noch für Spätleser (wie mich) etwas beitragen. Ein wirklich gutes Beispiel für ein „Buch zum Film“ ist The Abyss (1989). Der Autor Orson Scott Card (Enders Game) hat die Dreharbeiten zum Film von James Cameron begleitet und parallel zu den Dreharbeiten das Buch geschrieben. Im Buch wurde die Beziehung und die Vergangenheit der Hauptdarsteller etwas tiefer beleuchtet. Was aber wirklich genial war, war daß das Buch die Orginalfassung des Filmes beschrieb, welche erst später als uncut Version heraus kam. Im Kino (und auch zunächst auf Video) war eine deutlich gekürzte Version zu sehen.
    In den 80gern gab es viele Bücher zu Filmen. Als Filmfan fand ich immer, dass es nochmal einen andere Art ist, den Film zu erleben. Im ersten Buch von Rambo z.B. wird dieser am Ende getötet….
    Gruß, Sven

    1. Hallo Sven,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag zu Buchverfilmungen. Ich habe das Buch Rambo nicht gelesen und kannte daher nicht das Ende. Vielleicht sollte ich das noch nachholen.
      Ich wünsch Dir eine besinnliche Adventszeit.

      Gruß,
      Jay

  2. Ich kannte bisher gar kein Buch, dass erst nach dem Film entstanden ist – jett habe ich wenigstens ein paar Ideen bekommen.

    Mal schauen, ob ich mir mal eins dieser Bücher näher anschaue – sicherlich aber hätte das dannnciht höchste Priorität zurzeit …

    LG Sabine

  3. Hallo Jay,

    ich sehe das genauso. Bücher, die nach Filmen erscheinen, gehören zu den Marketingmechanismen und bringen mir überhaupt nichts. Ich nehme sie auch nicht so richtig ernst.
    „Star Wars“ würde ich trotzdem als Ausnahme betrachten, weil es ja mittlerweile einige Romane gibt, die zwar im Universum spielen, aber eigene Geschichten erzählen. Dieses Mindestmaß an Eigenkreativität kann ich respektieren.

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog

    Viele liebe Grüße,
    Elli

    1. Hallo Elli,
      du hast natürlich recht, was die neuen Star Wars Romane betrifft. Die gab es zu der damaligen Zeit, als ich die Filmbücher gelesen habe, noch nicht. Darin wurde einfach nur der Film nacherzählt (und das nicht mal sonderlich gut).

      Viele Grüße
      Jay

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