Warum regelmäßiges Lesen deine Gesundheit verbessert!

Neulich bin ich im Internet, ich weiß nicht mehr genau wo es war, auf einen Artikel gestoßen, der anschaulich beschreibt, welche Vorteile das Lesen für Lesende hat. Dabei ging es nicht allein um die Vermehrung von Wissen, was zweifelsohne einer der nützlicheren Dinge ist, die man aus dem Lesen für sich herausholen kann. Viele Erkenntnisse waren neu für mich und auch ein bisschen überraschend. Die möchte ich euch nun auch nicht vorenthalten.

Nun, nicht alle Leser nehmen Bücher zur Hand, um Neues zu lernen und vielseitig informiert zu sein. Das Lesen hat auch noch einige andere Vorteile, und zwar psychische und physische, die man, wenn man genauer darüber nachdenkt, nicht von der Hand weisen kann. Darunter auch welche, die durch medizinische Studien belegt sind. Hier nun eine kurze Übersicht, die ich recht interessant fand:

Lesen fördert kognitive Fähigkeiten

Es schult das Gedächtnis, indem es die Teile des Gehirns stimuliert, die neue Nervenverbindungen erschaffen. Wer liest, egal welches Genre, hält sich also geistig fit.
Als mein alter Englischlehrer in Pension ging, sah man ihn öfter die Straße entlangspazieren. In seiner Hand hielt er ein Blatt Papier, auf das er zwischendurch immer wieder sah. Auf unsere Frage hin, was er denn da lesen würde, sagte er, „Ich lerne Gedichte auswendig, um meinen Geist rege zu halten. Seit meiner Pensionierung muss ich ja geistig nicht mehr so intensiv arbeiten, wie noch an der Schule.“ Recht hatte er.

Lesen kann dein Leben nicht unerheblich verlängern

Laut einer Studie aus dem Jahr 2016, die in einem Artikel in Medical News Today erwähnt wird, kann das Lesen von Büchern die Lebensspanne um bis zu zwei Jahre verlängern. Mit einer Lesedauer von nur 30 Minuten täglich. Für passionierte Leserinnen und Leser sollte das jedenfalls kein großes Problem darstellen. Allerdings sollte man die Lesezeit nicht als vertane Zeit betrachten und vielleicht sogar mit der gewonnenen Lebenszeit gegenrechnen.
Eine kleine Rechnung: Wenn ein Mensch ab seinem 6. Geburtstag täglich 30 Minuten lesen würde, dann hätte er nach 96 Jahren (also mit seinem 102. Geburtstag) ziemlich genau zwei Jahre seines Lebens mit Lesen verbracht (Schaltjahre sind nicht berücksichtigt, d. h. man hätte sogar alle vier Jahre einen Tag lesefrei). Geht man nun von der Annahme aus, dass man mit 30 Minuten Lesen pro Tag wirklich genau 2 Jahre länger lebt, als ohne Lesen, dann macht man bis zu seinem 102. Geburtstag quasi noch Lebenszeit gut und erst danach rechnet es sich nicht mehr – aber wer wird schon so alt…

Lesen macht dich schlauer und schlagfertiger

Wer viel liest erweitert seinen Wortschatz beständig, nicht nur in den Fremdsprachen. Dadurch verbessert es die Artikulation von Argumenten in Diskussionen und macht dich schlagfertiger. Nicht zu vergessen fördert es angeblich auch die Kreativität beim Sprechen und Schreiben.
Ich glaube tatsächlich, dass das stimmt. Als Lehrer habe ich fast täglich mit den Auswüchsen von Nicht-Lesen zu tun. Schüler an weiterführenden Schulen verstehen zum Teil einfachste Aufgabenstellungen in Textform nicht mehr und können sich weder schriftlich noch mündlich adäquat ausdrücken. Wen wundert’s, wenn doch das Handy und andere Geräte inzwischen das Buch in vielen Kinder- und Jugendzimmern verdrängt hat und viele der jüngeren Generation kaum noch mal (bestenfalls widerwillig) zu geschriebenen Texten greift. Digitalisierung hin oder her, ich denke, dass wir einen schweren Fehler machen, wenn wir das Lesen bei unseren Kindern nicht (mehr) ausreichend fördern. Wie viele Schüler können heute in Ausätzen keinen geraden, fehlerfreien Satz mehr schreiben? Zu wenige.

Lesen baut Stress ab und senkt den Blutdruck

Tief in ihrem Inneren wissen es Leserinnen und Leser bereits. Lesen ist entspannend. Man kann sich von den Sorgen des Alltags lösen und in eine andere Welt abtauchen. Studien haben gezeigt, dass man schon nach fünf bis sechs Minuten lesen deutlich entspannter wird und sich auch der Herzschlag verlangsamt, was sich wiederum auf den Blutdruck auswirkt. Lesen ist Stressabbau und das ist gut so. Ich jedenfalls kann bei einem guten Buch recht schnell entspannen und abschalten. Mit einer Katze auf dem Schoß und einer guten Tasse Tee, geht das sogar noch besser.

Lesen verbessert deinen Schlaf

Wenn man regelmäßig abends im Bett noch ein bisschen liest, dann wirkt das nicht nur entspannend, sondern es stellt den Körper auch auf den Schlaf ein, weil er herunterfährt, sagt man.
Ich denke schon, dass da etwas dran ist, allerdings kann der Schuss auch nach hinten los gehen, wenn man sich von dem Buch nicht losreißen kann und dann länger liest, als man ursprünglich vorhatte. Mir geht das zumindest so. Die Folge ist dann meist eine zu kurze Nacht und ein Morgen, an dem man am liebsten wieder ins Bett zurückkehren möchte – nach einer (fast) durchlesenen Nacht. Hat man jedoch genug Disziplin das Buch beiseite zu legen, dann hilft das tatsächlich beim Einschlafen (manchmal schlafe ich sogar schon nach der ersten Seite ein, aber das liegt dann wohl an der Handlung im Buch).

Lesen fördert die Empathie

Vor allem das Lesen von Fiktion, also Geschichten, die sich ein Autor ausgedacht hat, soll Lesern helfen ein größeres Verständnis für die Überzeugungen und die Ansichten anderer aufzubringen. In einem guten Buch sollte es den Lesern nicht schwerfallen, sich in die Charaktere hineinzuversetzen, mit ihnen zu fühlen. Ich denke daher schon, dass es helfen kann ein besseres Einfühlungsvermögen zu entwickeln. Immerhin beschäftigt man sich mit dem Leben von anderen, wenn auch nicht realer, Menschen.
Ein gutes Buch möchte ich euch in diesem Zusammenhang noch vorstellen, das sehr gut zu diesem Punkt passt, wie ich finde:
Offline ist es nass, wenn’s regnet

Wie man sieht, bringt das Lesen doch recht viele positive Vorteile mit sich, mal ganz abgesehen vom Spaßfaktor. Ganz egal was, wie und warum ihr Bücher (oder anderes) lest, ich wünsche euch jedenfalls auch weiterhin viel Freude und mögt ihr alle mindestens 102 Jahre alt werden – mindestens.

Jay

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