3. Juli 2020

Gibt es ein aktuelles „Hype“-Buch, das du ignorierst?

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Da gibt es so einige. Ich mag es zum Beispiel gar nicht, wenn aus einem guten Debütroman plötzlich eine ganze Serie von Büchern wird, mit der der Autor oder die Autorin den plötzlichen Erfolg augenscheinlich ausschlachtet. Cassandra Clare ist so ein Fall. Die Mortal-Instrument-Reihe wurde immer länger und es gibt inzwischen auch noch weitere Nackenbeißer-Trilogien von ihr, die irgendwie damit verknüpft sind. Bis City of Ashes habe ich sie noch gelesen, doch inzwischen ignoriere ich ihre Bücher, weil es einfach zu viel wird.
Ich bin generell gegen diese ganzen Hypes um angeblich gute Bücher bestimmter Erfolgsautoren. Oder nur, weil z. B. ein älteres Buch plötzlich mal verfilmt wird, ist es deswegen nicht gleich die „Entdeckung des Jahres“.
Aktuell ignoriere ich auch den neuen Roman der Millennium-Reihe. Stieg Larssons Trilogie mag zweifellos ein Welterfolg sein. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass der vierte Teil (geschrieben von einem anderen Autor!) ein Buch ist, dass man unbedingt gelesen haben muss. Hier wird mit Stieg Larssons Namen künstlich ein Buch auf die Bestsellerlisten gehoben. Zumindest sehe ich das so. Vielleicht werde ich es lesen, wenn in ein paar Monaten/Jahren der ganze Zinnober um das Buch vorbei ist.

Jay

10 Gedanken zu “Gibt es ein aktuelles „Hype“-Buch, das du ignorierst?

  1. Auf Platz 1 geredete Bestseller törnen mich oft ab, weil sie nicht unbedingt gut sind. Gleichzeitig will ich herausfinden, warum sie so gehypt werden – deswegen lese ich sie am Ende trotzdem XD

    1. Mir geht es auch so. Ich versuche immer möglichst unbeeinflusst an das Buch heran zu gehen und mir natürlich meine eigene Meinung zu bilden. Nicht alles, was auf den Bestsellerlisten steht sagt mir auch immer zu und das ist gut so. 🙂

  2. Hallo Jay,

    bei Cassandra Clare ging es mir schon während der „City of Ashes“-Reihe so, dass es mir zu viel wurde. Das lag aber auch an dem ausufernden Schreibstil, bei dem man manchmal das Gefühl hatte, dass sie noch mehr und noch mehr in das Buch packen wollte.
    Spannend finde ich, was Du über das aktuelle Millenium-Buch und Deine Haltung dazu schreibst. Ich mochte die Original-Reihe sehr, wollte jetzt mit dem vierten Band aber auch abwarten …

    LG
    Anna

    1. Hallo Anna,
      ich habe die Original-Reihe bisher noch nicht gelesen, jedoch glaube ich, dass mit dem vierten Band lediglich die Popularität der Trilogie genutzt wird, um ein zusätzliches Buch zu vermarkten. Ich bin da immer kritisch, v. a. wenn das Buch dann noch gehypt wird.

      LG
      Jay

  3. Ich muss ja sagen, dass ich von Millenium nur den ersten Teil richtig packend fand. Der zweite und dritte hätten schon nicht mehr sein müssen.
    Den vierten werde ich nicht lesen.

    Aber das mit dem Ausschlachten war doch schon immer so. Nach dem Marion Zimmer Bradley gestorben ist, kamen ja auch noch eine ganze Reihe ‚Avalon‘-Bücher raus von einer ‚Freundin‘ die in ihrem Namen angeblich von ihr begonnene unfertige Manuskripte zu Ende schrieb. Das mag ja so gewesen sein, aber ich weiß nicht, das hat immer so nen faden Beigeschmack.
    Ich hoffe, niemand kommt auf die Ideen in nächster Zeit neue Scheibenweltromane zu produzieren.

    1. Ich weiß nicht, ob man Terry Pratchett einfach so kopieren kann. 🙂
      Allerdings würde es mich auch nicht wundern, wenn man versuchen würde die Reihe mit einem anderen Autor oder einer Autorin fortzusetzen.

      Jay

  4. Mit dem „angeblichen“ vierten Band der Millennium-Reihe geht es mir auch so.
    Die Reihe hätte nur von Stieg Larsson fortgesetzt werden können, da versucht jetzt nur ein Autor mit fremden Lorbeeren sein Buch zu vermarkten.
    Ich las kürzlich eine (wahrscheinlich) treffende Kritik dazu, (wörtlich:)
    „Warum musste es ein Millenium-Roman werden? Das ganze wäre problemlos mit anderen Namen gelaufen nur halt nicht so publicityträchtig.“
    Gruß
    Agnes

  5. Huhu Jay,

    ja, mit dem vierten Band der Millennium-Reihe geht es mir genauso. Ich finde diese ganze Schose einfach seltsam. An Stelle von Stieg Larssons Familie hätte ich nicht gewollt, dass irgendein anderer Autor die Geschichte weiterschreibt. Larsson ist viel zu jung verstorben, jetzt an seinem Vermächtnis herumzufummeln, finde ich irgendwie nicht richtig.

    Ich persönlich mache im Moment vor allem einen weiten Bogen um „The 100“ von Kass Morgan. Das liegt nicht nur daran, dass es gehypt wird, sondern auch daran, dass ich den Hype nicht verstehe.

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog

    Viele liebe Grüße,
    Elli

    1. Huhu Elli,

      das sehe ich ebenso wie Du. Nicht immer muss man den Hype verstehen, denn es gibt und gab auch manche Bücher, die trotz vielem Lob von allen Seiten meine Erwartungen absolut nicht erfüllen konnten.

      Jay

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