10. Juli 2020

Machen Lesespuren im Buch (Annotationen, Unterstreichungen, Besitzvermerke) ein Buch für Dich wertvoller oder mindern sie den Wert?

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Ich würde selbst nie auf die Idee kommen in einem Buch Anmerkungen zu machen, also reinzuschreiben. Die einzige Ausnahme sind für mich Lehrbücher für den Unterricht und selbst da mache ich nur Anmerkungen mit Bleistift, und zwar so, dass man sie quasi restlos mit einem Radiergummi wieder entfernen kann. Bei den Büchern für mein Regal, die eigentlich alle ungelesen aussehen, lass ich nur Widmungen zu oder die Signatur des Autors bzw. der Autorin. Ich finde eine Widmung im Buch schön, wenn man das Buch verschenkt, denn es macht es zu etwas Besonderem und ist persönlicher. Wenn ich ältere Ausgaben von Büchern auf dem Flohmarkt kaufe, dann stören mich Widmungen ebenfalls nicht, ganz im Gegenteil. Es macht das Buch interessanter, weil es eine Geschichte hat (auch wenn ich den Schenker und den/sie Beschenkte/n nicht persönlich kenne. Was gar nicht geht, sind Kritzeleien im Text, Unterstreichungen, vielleicht sogar noch mit Textmarker oder Kugelschreiber. Das würde mich schon stören, genauso wie Eselsohren, Risse, gestauchte Ecken,…

Wie ist das bei euch? Wie steht ihr zu den Spuren, die Leser am oder im Buch hinterlassen? Freu mich über eure Kommentare.

Jay

6 Gedanken zu “Machen Lesespuren im Buch (Annotationen, Unterstreichungen, Besitzvermerke) ein Buch für Dich wertvoller oder mindern sie den Wert?

  1. Ich betrachte das nicht als Wertfrage. Ja, ich mag den Anblick von Büchern, die absolut neu und schick aussehen. Auf der anderen Seite bin ich auch eine Gebrauchtbuchkäuferin und da sind manche Spuren normal. Die Worte sind ja noch dieselben. Ich schleppe auch oft ein Buch mit mir herum und bestimmte Spuren entstehen da von selber.

    Ich schreibe in manche Bücher. In Lesebücher schreibe ich nicht, aber manche haben Stempel mit ihrer Heimatadresse. =) Wenn ich dort etwas markieren will, nehme ich Klebestreifen. Arbeitsbücher werden behandelt, wie es für meine Arbeit passt. Klebezettel, Randnotizen, Textmarker. Und das ist ok. Sie sind Arbeitsmittel. „Wertvoll“ ist ihr Inhalt oder ihr „aufbereiteter“ Inhalt. Zudem werde ich sie nicht verkaufen oä.

  2. Nein, nein, nein, so sehe ich das nicht.

    Eine Widmung am Anfang geht noch,

    aber Unterstreichungen, „schlaue“ Anmerkungen, Kommentare gehören ausschließlich in ein Buch, mit dem ich arbeite ( z.B. Recherchen etc. ), aber nicht in ein Buch.
    Schon gar nicht, wenn ich es wieder verkaufen will !!!

    Ihr scheint da recht resistent zu sein ?
    Dann machen Euch wohl Eselsohren etc. auch nichts aus, solange man den Text noch lesen kann ?

    Gut, ich bin bezogen auf Bücher ein Korinthen-Kacker. und ich weiß das auch. 😉

    Liebe Grüße

    1. Lieber Bücherfreund,

      lies doch nochmal meinen Beitrag und dann sag mir, wo sich denn nun meine Meinung zum Thema von deiner wesentlich unterscheidet. 🙂

      Liebe Grüße
      Jay

  3. Huhu Jay,

    bis zu einem bestimmten Ausmaß stören mich die Hinterlassenschaften der früheren Besitzer_innen eines Buches nicht. Ich weiß, worauf ich mich einlasse, wenn ich ein gebrauchtes Buch kaufe. Solange es nicht beschädigt wurde, kann ich prima mit Bleistift-Unterstreichungen oder Bleistift-Notizen leben. Ich betone „Bleistift“ absichtlich, denn alles, was darüber hinausgeht, empfinde ich durchaus als störend. Es erscheint mir respektlos, in einem Buch mit Kuli und/oder Textmarker herumzumalen. Da endet dann auch meine Toleranzgrenze. 😉

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog

    Viele liebe Grüße,
    Elli

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