Worldcon 75 (fünfter Tag) – am Ende bleiben unvergessliche Erinnerungen

Ursa, die Polarbärin, war das Maskottchen des 75. SF-Worldcon in Helsinki.

Hallo zusammen.
Der Worldcon in Helsinki ist vorbei. Es waren tolle Tage mit tausenden Lesebegeisterten aus aller Welt, vielen interessanten Veranstaltungen und natürlich nicht zuletzt die große Anzahl weltbekannter Autoren. Das alles machte den 75. Worldcon in Helsinki für mich zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ich habe alte Freunde getroffen und neue kennengelernt, und ich habe die Zeit genossen.
Der nächste Worldcon wird 2018 in San Jose (Kalifornien) stattfinden, was mir ein wenig zu weit ist, obwohl ich schon wüsste, was ich in meinem Urlaub dort tun würde. Sandstrände, so weit das Auge reicht, Filmstars in Hollywood und nicht zu vergessen die berühmten Redwood Trees im Norden des Staates.

2019 jedoch findet der 77. SF-Worldcon in Irland statt, genauer gesagt im schönen Dublin. Mit Irland verhält es sich wie Finnland. Ich wollte dort eigentlich schon immer mal hin, also wäre der Worldcon 2019 eine gute Gelegenheit die grüne Insel endlich einmal zu bereisen. Ich freue mich schon darauf. Das wird sicher richtig gut werden (und das nicht nur wegen dem Bier).  Irland ist definitiv eine Reise wert. :)

Was habe ich also am letzten Tag auf der Convention getrieben? Ich bin zeitig hingefahren, weil um 11.00 Uhr die letzte Podiumsdiskussion mit Robin Hobb stattfand. Es ging um „Systeme der magischen Heilung“ im Fantasybereich und wie die Autoren dies in ihren Romanen umsetzen. Interessante Beiträge zum Thema kamen auch aus dem Publikum, so zum Beispiel die Idee, dass man eine Wunde heilt, indem man selbst Lebenszeit verliert oder indem man sie auf einen anderen Körper überträgt oder indem man Tiere mit magischer Heilkraft erschafft, die dann die Heilung vollbringen. Robin Hobb war, wie auch die anderen Autoren der Runde, der Meinung, dass die Heilmagie niemals zu mächtig sein darf, um die Handlung nicht zu gefährden. Außerdem sollte die Heilung immer etwas „kosten“, niemals also leichtfertig  und unbegrenzt nutzbar sein. Insgesamt war es eine sehr interessante Diskussionsrunde, in der auch viel gelacht wurde. Ich habe alles mitgeschnitten und werde es euch beizeiten zur Verfügung stellen.

Peadar Ó Guilín auf dem Worldcon in Helsinki 2017

Um 12.00 Uhr begab ich mich in den Signierbereich und sprach mit dem irischen Autor Peadar Ó Guilín. Er hat im Juni diesen Jahres sein neues Buch mit dem Titel The Call veröffentlich, was mich sehr interessiert. Also habe ich ihn in meinem Autogrammbuch signieren lassen und auch gleich sein Buch mit dazu. Es ist der erste Band eines Zweiteilers und ich werde ihn demnächst lesen und rezensieren. Ich freue mich schon darauf, denn die Geschichte ist sehr düster, wenn man dem Autor glauben darf, und geht in Richtung The Hunger Games. Mit 333 Seiten kann man es gut an einem Tag lesen.
Als ich so durch die Markthalle schlenderte, an den Bücherständen vorbei und die letzten Con-Stunden genießend, fiel mir ein kleines Büchlein in die Hände. Eine nummerierte und signierte Subterranean-Press-Ausgabe von Peter V. Bretts Brayan’s Gold. Ich musste es gleich einpacken. Für 25,00 Euro kann man da nichts verkehrt machen. Den Rest der Zeit ließ ich die Con-Atmosphäre auf mich wirken.

Die“Nordic Garrison“ der 501. Legion war auf dem Worldcon auch vertreten. Man beachte den Plüchhasen.

Am Stand der 501. Legion traf ich Darth Vader mit einem Plüschhasen in der Hand und einige imperiale Gefolgsleute, und musste natürlich gleich noch ein Foto schießen. Die 501. Legion sind ein weltweiter tätiger Star-Wars-Fanclub, deren Mitglieder sich bevorzugt als imperiale Streitkräfte verkleiden, wobei sie sehr großen Wert auf ein authentisches Erscheinungsbild legen. Sie treten mit ihren Kostümen bei verschiedenen Veranstaltungen auf, nehmen dafür jedoch kein Geld, sondern sammeln und spenden für gute Zwecke. Ich halte das für eine tolle Idee und habe selbst schon überlegt, ob ich beitrete. Allerdings sind die Kostüme nicht gerade billig zu bekommen, wenn sie echt aussehen sollen. Mal sehen, wenn ich mal Geld übrig habe… :-/

Leider hat der Fantasy-Autor Peter Orullian (Das Gewölbe des Himmels) seine Signierstunde abgesagt, weshalb ich mich frühzeitig, gegen 15.00 Uhr, auf den Heimweg machte. Die Abschlussveranstaltung wäre um 17.00 Uhr gewesen, aber so lange wollte ich nicht umherstreifen, da auch keine Veranstaltungen mehr angeboten wurden, die mich interessiert hätten. Also beließ ich es dabei und kehrte dem Worldcon 75 den Rücken. Ich werde noch eine Woche in Helsinki bleiben und die Stadt erkunden. Daher wird es auch noch den einen oder anderen Bericht geben. Freue mich über eure Kommentare. Bis bald.

Jay

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