Welches Buch hat dich 2015 bisher am meisten begeistert?

montagsfrage_banner_270Na, zum Glück ist das Jahr erst vor wenigen Wochen losgegangen, sodass mir die Wahl nicht allzu schwer fallen dürfte. Immerhin lese ich zwischen 80 und 90 Bücher im Jahr und da sind schon meist einige sehr gute mit dabei. :)
Wenn ich also meine bisherige Leseliste für dieses Jahr durchgehe, dann kann ich schon ziemlich eindeutig sagen, dass mir Joe Abercrombies Half the World bisher am besten gefallen hat. Das Buch ist am 17. Februar 2015 erschienen und ich hatte das Glück ein Vorabversion des Textes schon Anfang November 2014 zu bekommen, um es rezensieren zu können. :clap:

Joe Abercrombie ist, was Fantasy angeht, einer meiner Lieblingsautoren und er bewies mir bisher in jedem einzelnen seiner Bücher, dass er es drauf hat zu schreiben. Sein Stil ist bisweilen etwas düster, weshalb man seine Werke durchaus der Dark Fantasy zuordnen kann. Andererseits schreibt er mit sehr viel Humor und erschafft sehr facettenreiche Charaktere, die man schnell zu mögen beginnt. Die Handlung in seinen Büchern ist vielschichtig und er schreibt auch sehr flüssig, weshalb es einem schwer fällt die Bücher aus der Hand zu legen, wenn man einmal damit begonnen hat. Zumindest geht es mir so.

Joe Abercrombie: Half the World UK-Erstausgabe Harper Voyager (2015)

Joe Abercrombie: Half the World
UK-Erstausgabe
Harper Voyager (2015)

Was gefällt mir nun an Half the World so gut? Es ist die Fortsetzung einer Reihe mit dem Titel The Shattered Sea und schon der erste Band war sehr gut. Half the World ist eine Coming-of-Age-Geschichte, also es geht um Jugendliche/junge Erwachsene, die im Leben erst ihren Platz finden müssen. Zwar haben sie anfangs schon Vorstellungen, was sie sein und werden wollen, aber meist stellt sich dies dann als sehr schwierig heraus. Charakterlich müssen diese Protagonisten noch reifen und gerade das macht sie sehr interessant. Sie haben viele Ecken und Kanten und hohe Erwartungen an sich selbst und die Welt, sind jedoch oft noch unerfahren und machen Fehler.
In Half the World ist nun eine ganze Reihe junger Protagonisten auf einem Drachenboot zusammen, um die halbe Welt zu umsegeln. Ihr Auftrag besteht darin, in entfernten Ländern Verbündete für einen Krieg zu finden, der ihrem Heimatland droht. Man kann sich vorstellen, dass auf einer solchen Reise sehr viel passieren kann, dass einige Hürden zu überwinden sind, die die jungen Kämpfer an die Grenzen bringen und aus auf dem engen Raum eines Drachenschiffs auch zwischen den Personen so einiges läuft. Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und spannend und die Charaktere sind durchweg toll und tiefgründig ausgearbeitet. Es gibt zudem interessante Vorgeschichten, die natürlich auch in die aktuelle Handlung mit reinspielt, den Joe Abercrombie mag es, seine Personen auszugestalten. Half the World ist daher meine Empfehlung an alle Fantasy-Fans. Der Vorgängerband (Half a King) ist im Januar auf Deutsch bereits bei Heyne erschienen und trägt den Titel Königsschwur. Es ist ebenfalls eine Coming-of-Age-Geschichte. Lesen, wer Fantasy mag!

Jay

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