Ursula Poznanski: Die Verschworenen (Rezension)

Ursula Poznanski: Die Verschworenen Hardcover Loewe Verlag (2013)

Ursula Poznanski: Die Verschworenen
Hardcover, Loewe Verlag (2013)

Inhalt

In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht vor den Sentinels und feindlichen Clans. Dennoch ist das Leben dort voller Gefahren und die Sicherheit ist trügerisch. Während Ria in den Tiefen der Unterstadt nach Fragmenten von Jordans Chronik sucht, bereiten Aureljo und Dandorian ihre Rückkehr in eine der Sphären vor, um die Hintergründe der Verschwörung zu ergründen. Mit der Zeit festigt sich Rias Freundschaft zu Sandor, doch als dieser der neue Fürst des Dornenclans wird, ändert sich ihre Beziehung schlagartig, denn ein schreckliches Geheimnis umgibt den Dornenclan und Ria bleibt als einzig sinnvoller Ausweg nur sich Aureljo und Dandorian anzuschließen. Ihr waghalsiges Vorhaben illegal in eine Sphäre einzudringen könnte den drei Freunden das Leben kosten…

 

Zum Buch und zur Autorin

Ursula Poznanski wurde am 30. Oktober 1968 in Wien geboren und studierte dort an der Universität  über mehrere Jahre verschiedene Fächer, bis sie sich schließlich hauptberuflich dem Schreiben von Kinderbüchern widmete. So richtig bekannt wurde sie 2010 mit ihrem fantastischen Jugendthriller Erebos, der auch mehrere Preise gewann und unbestritten zu ihren besten Büchern gehört. Ursula Poznanski lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.
Mit Die Verschworenen erschien 2013 der zweite Band der dystopischen Eleria-Trilogie, die 2012 mit Die Verratenen begann. Das Buch ist beim Loewe Verlag erschienen, umfasst 464 Seiten und ist in 38 Kapitel unterteilt. Erhältlich ist es derzeit als ebook und Audiobook. Den Abschluss der Trilogie bildet der dritte Band Die Vernichteten, der im Juli 2014 in die Buchhandlungen kam.

Meine Meinung

Wer meine Rezension zu Die Verratenen gelesen hat weiß, dass ich vom ersten Teil der Trilogie nicht in allen Punkten überzeugt war. Die Handlung konnte mich zeitweilig nicht fesseln und ich hätte mir einen besser ausgearbeiteten Spannungsbogen und überzeugendere Charaktere gewünscht. Den zweiten Band habe ich gleich im Anschluss gelesen und muss sagen, dass ich ihn wirklich ein ganzes Stück besser fand, als den bereits viel gelobten ersten Teil. 8)
Ich finde, dass Ursula Poznanski in Die Verschworenen weitaus mehr auf die Charaktere eingeht und auch den Handlungsverlauf fand ich ein ganzes Stück stringenter, ohne die Längen des Vorgängerbands, in denen nicht sonderlich viel passiert. Ich hatte auch den Eindruck, dass es mehr ergreifende Passagen gibt, was es mir leichter machte einen emotionalen Draht zu den Hauptcharakteren zu finden. Ich begann mir tatsächlich Sorgen um ihr Wohlbefinden zu machen. Wunderbar, oder? :thumbup:
Einen deutlichen Sprung macht die Spannungskurve insbesondere ab etwa der Mitte des Buches, als die Freunde ihr Abenteuer innerhalb der Sphäre bestreiten. Einen sehr großen Anteil daran hatte zweifellos das Damoklesschwert der Entdeckung, das innerhalb der Sphäre immer präsent war, und das bei mir für eine ständige innere Unruhe sorgte. Diesen Schreibstil kenne und liebe ich von Ursula Poznanski und er konnte mich schließlich bis zur letzten Seite fesseln. In Die Verschworenen erwarten den Leser tatsächlich auch ein paar interessante Antworten (ganz am Schluss) und ich war wirklich angetan, vom Ideenreichtum der Autorin und wie sie auf den letzten paar Dutzend Seiten des Buches der Handlung eine überraschende Wendung verleiht. Kaum ein Leser wäre wohl allein auf die genialen und überaus logischen Schlussfolgerungen gekommen, die Eleria alleine zieht. Niemals. Viele Situationen und Dialoge der Vergangenheit erscheinen danach plötzlich in einem ganz anderen Licht und ließen mich überrascht zurück. :omg:

4 von 5 Sternen "Abwechslungsreich mit einem unerwarteten Schluss!"

4 von 5 Sternen
„Abwechslungsreich mit einem unerwarteten Schluss!“

Mein Fazit

Die Verschworenen stellt für mich eindeutig eine Steigerung zum vergleichsweise eher schwachen ersten Bandes dar. Die Charaktere machten nicht nur eine positive Entwicklung durch, auch die Handlung konnte, insbesondere in der zweiten Hälfte, ein ganzes Stück an Fahrt gewinnen. Überraschend war für mich zudem die Auflösung einiger dringender Fragen schon am Ende des Buches und die wunderbar durchdachte Verknüpfung von verschiedenen Informationen zu einem absolut unerwarteten Schluss. Ich freue mich bereits auf den dritten und letzten Teil der Trilogie. :thumbup:

Jay

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