Robert Williams: Wo der Himmel aufhört (engl.: How the Trouble Started)

Robert Williams: Wo der Himmel aufhört Dt. Taschenbuchausgabe

Robert Williams:
Wo der Himmel aufhört
Dt. Taschenbuchausgabe

Kurzinhalt

Donald Bailey ist sechzen doch er kann den Tag nicht vergessen, als er acht war und die Polizei vor dem Haus stand. Ein schreckliches Unglück belastet ihn und seine Mutter so sehr, dass sie beide in eine neue Stadt ziehen mussten. Geplagt von Schuldgefühlen und mit nur wenig Freunden hat das Leben für Donald nicht viel zu bieten, bis er eines Tages den achtjährigen Außenseiter Jake kennenlernt, der ebenso verlassen scheint wie er. Sein Wille den jungen Jake zu beschützen soll Donald jedoch bald in große Schwierigkeiten bringen…

Über das Buch und den Autor

How the Trouble Started ist erstmals im Juli 2012 als Taschenbuch bei Faber & Faber Ltd. (England) erschienen. Das englische Buch hat 240 Seiten. Die deutsche Taschenbuchausgabe, mit nur 208 Seiten, erschien im Dezember 2013 bei Berlin Verlag Taschenbuch unter dem Titel Wo der Himmel aufhört. Die englische Ausgabe gibt es zudem als ebook für den Kindle.
Robert Williams, 32, Sohn zweier Bibliothekare, verbrachte als Kind viel Zeit in der Stadtbibliothek einer nordenglischen Kleinstadt und las sich durch die Bestände, bis seine Eltern Feierabend hatten. Er arbeitete acht Jahre lang als Buchhändler und lebt heute in Manchester – obwohl ihm eine Stadt am Meer eigentlich lieber wäre.

Zum Inhalt

Robert Williams: How the Trouble Started UK-Taschenbuchausgabe

Robert Williams:
How the Trouble Started
UK-Taschenbuchausgabe

Die Handlung von Wo der Himmel aufhört wird aus der Sicht des sechzenjährigen Donald beschrieben, wodurch der Leser einen recht guten Einblick in die Gefühlswelt des Jungen bekommt und wie dieser die Menschen um sich herum wahrnimmt. Es ist eine aufwühlende, emotionale Geschichte, die einen von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann zieht. Zum einen wird sie bestimmt durch Donalds Kampf mit seinen großen Schuldgefühlen, die ihn seit des von ihm verursachten Unglücks plagen und die damit verbundenen Ängste. Zum anderen immer wieder die unausgesprochenen Vorwürfe seiner Mutter, die ihm die Schuld für ihr verändertes Leben in der neuen Stadt gibt. Donald erfährt nicht viel seelische Unterstützung von seiner Mutter, was den Leser bald mitfühlen lässt. Als der achtjährige Jake ins Spiel kommt, kann man schon bald Ähnlichkeiten zwischen den beiden entdecken, denn auch Jake hat viele Probleme und braucht Zuwendung, die er zuhause nicht bekommt. Es entwickelt sich eine rührende Freundschaft, die man gerne verfolgt. Mir hat besonders gut gefallen, dass der Autor die Gefühlswelt der Protagonisten, ihre Ängste und ihre Hilflosigkeit recht gut wiedergibt. Die einfache, dem Alter angemessene Sprache und ihr Verhalten machen die Charaktere glaub- und liebenswürdig. Die Lebenssituationen, in denen sich die Charaktere im Buch befinden, wirken nicht gekünstelt sondern durchweg real. Die Ereignisse könnten so jederzeit in unserer Nachbarschaft geschehen. Die Geschichte um die Freundschaft zwischen Jake und Donald entwickelt sich schließlich, wie sollte es auch anders sein, nicht ganz so, wie der Leser vermuten würde. Sie bringt ihn letztendlich zum Nachdenken und obwohl sie am Ende vielleicht traurig sein mag, ist sie doch voller Hoffnung.

I’d learned early that death isn’t only something that you slip into in old age, it isn’t something that sits below the surface of the world and tiptoes in at the end of a long life. Death is now. Death is present. It’s with babies and kittens as much as it’s with the old and ruined. It’s there on the sunniest day of the year and it isn’t ever going to go away for any of us. (Robert Williams – How the Trouble Started)

4,5 von 5 Sternen "Überraschend, emotional und tiefgründig."

4,5 von 5 Sternen
„Überraschend, emotional und tiefgründig.“

Fazit

Für mich hat das Buch das Zeug zum Klassiker und ich kann es wirklich empfehlen. Die realistisch aufgebaute Handlung und die wunderbar ausgearbeiteten Charaktere machen Wo der Himmel aufhört zu einem Buch, das einen an keiner Stelle langweilt und bis zum Ende in den Bann zieht. Was will man also mehr von einer guten Erzählung erwarten?

 

Ich habe die englische Ausgabe gelesen und die Sprache ist gut verständlich. Einige Worte sind weniger gängig und müssen nachgeschlagen werden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg

Facebook IconTwitter IconFolgt uns mit Bloglovin'Folgt uns mit Bloglovin'Folgt uns mit Bloglovin'