Rainer Wekwerth: Das Labyrinth erwacht

Am Ende wird nur einer von euch überleben. Weil ihr im Labyrinth seid.
Weil ihr verloren seid.

Das Labyrinth erwacht Deutscher Hardcover

Das Labyrinth erwacht
Deutscher Hardcover (2013)

Inhalt

Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig.
Sieben Jugendliche erwachen schutzlos in der heißen Steppe einer ihnen unbekannten Welt und finden sich gegenseitig.
Sie wissen nicht, wer sie einmal waren und auch nicht, wie sie dorthin kamen. Sie wissen nicht, was sie tun sollen und auch nicht, was sie erwartet – zunächst. Doch das Labyrinth und seine Wesen kennt sie, jagt sie und schickt jedem Einzelnen von ihnen eine Botschaft: Durchschreite das Tor in die nächste Welt innerhalb von 72 Stunden – oder stirb.
Bald finden die sieben Gejagten heraus, dass sie eigentlich nur mit vereinten Kräften eine Chance haben zu überleben, doch es gibt ein noch Problem: Es gibt nur sechs Tore am Ziel und niemand will freiwillig zurückbleiben und sterben…

Zu Buch und Autor

Das Labyrinth erwacht ist der erste Band von Rainer Wekwerths faszinierender Labyrinth-Reihe. Er ist nochmals in zwei Teile (Bücher) unterteilt und hat auf 405 Seiten insgesamt 52 Kapitel. Erschienen ist das Buch 2013 beim Arena Verlag und ist qualitativ hochwertig verarbeitet. Der nachfolgende Band der Reihe erschien bereits im Sommer 2013 unter dem Titel Das Labyrinth jagt dich und der dritte Band wird den Titel Das Labyrinth kennt keine Gnade tragen.
Reiner Wekwerth ist als Autor kein Unbekannter. Er hat bereits mehrere Bücher unter Pseudonym veröffentlicht und auch Preise dafür bekommen. Er lebt in der Nähe von Stuttgart, ist verheiratet und hat eine Tochter.

Meine Meinung

Rainer Wekwerth Deutscher Jugendbuchautor

Rainer Wekwerth
Deutscher Jugendbuchautor

Ich sagte „faszinierende Labyrinth-Reihe“, weil sie in meinen Augen den Lesern alles bietet, was ein gutes Jugendbuch ausmachen sollte. Die Geschichte beginnt mit vielen großen Fragezeichen und man lernt zunächst die sieben Jugendlichen in deren Situation etwas kennen. Dennoch bleiben viele Fragen zunächst unbeantwortet und nur Stück für Stück erfährt man, was es mit ihrem Erwachen im Labyrinth auf sich hat. Die sieben Jugendlichen entstammen zudem verschiedenen Kulturkreisen und könnten unterschiedlicher nicht sein. Auch scheinen sie alle ein (dunkles?) Geheimnis mit sich herum zu tragen und man kann vermuten, dass diese Geheimnisse der Grund für ihre prekäre Situation im Labyrinth ist. Stück für Stück gibt der Autor immer wieder Episoden aus ihrem vergangenen Leben preis, doch auch wenn alle sieben eine ungewöhnliche Vorgeschichte haben, sind sie nicht zwingend böse, sondern haben lediglich ganz gegensätzliche Charaktereigenschaften, die nicht selten zu großen Spannungen innerhalb der Gruppe führen. Der hilfsbereite Jeb zum Beispiel tut sein Möglichstes, um die Gruppe zusammen zu halten, während der unnahbare León nur auf seine eigenen Kräfte baut und die anderen eher als lästigen Anhang empfindet.  :rambo:
Die schöne Kathy hingegen lässt kaum eine Möglichkeit aus durch geschickte Manipulation der anderen ans Ziel zu kommen. :secret:
Natürlich möchten alle von ihnen die Tore erreichen und überleben, doch nicht alle sind bereit Mitglieder der Gruppe um diesen Preis aufzugeben. Im Laufe der Geschichte entwickeln sich auch Beziehungen zwischen den Gruppenmitgliedern, Liebschaften und Rivalitäten, und natürlich rätselt man als Leser, wer letztendlich vor den Toren auf der Strecke bleiben und wer überleben wird. :hmm:
Als einzigen kleinen Kritikpunkt könnte man anmerken, dass den Jugendlichen Beziehungen sehr schnell sehr wichtig werden, ungeachtet der großen Gefahren. Man sollte meinen, dass der Überlebenskampf sie zunächst völlig in Anspruch nehmen dürfte, bevor sie sich Hals über Kopf verlieben. :roll:
Was ich sehr gut fand war Rainer Wekwerths Geschick die einzelnen Charaktere mit ihren Emotionenm, Stärken und Schwächen glaubhaft zu beschreiben. Sie verhalten sich, abgesehen von den baldigen Beziehungskisten, wie Jugendliche sich in ihrer brisanten Situation verhalten würden, entwickeln sich dann im Laufe der Handlung charakterlich weiter und handeln dann auch anders, als man es zunächst vermutet hätte. Als Leser schließt man manche bereits nach den ersten Seiten fest in sein Herz und schüttelt über das selbstsüchtige Verhalten anderer den Kopf, doch die Reaktionen bleiben vor dem tödlichen Hintergrund der ständigen Hatz durch die Savannenlandschaft absolut verständlich. Das Labyrinth nimmt den Jugendlichen die Masken ab und lässt schon bald ihren wahren Charakter zum Vorschein kommen. Wekwerth spielt somit erfolgreich mit den Gefühlen seiner Hauptpersonen und denen der Leser und verwebt eine faszinierende Rahmenhandlung, interessante Persönlichkeiten und  eine Vielzahl von Rätseln zu einer fesselnden Geschichte, die einem das Buch nur schwer zur Seite legen lassen.

Fazit

4,5 von 5 Sternen "Sehr gut!"

4,5 von 5 Sternen
„Sehr gut!“

Rainer Wekwerth beweist einmal mehr, dass sich Bücher deutscher Autoren keineswegs vor der großen englischsprachigen Konkurrenz zu verstecken brauchen. Das Labyrinth erwacht ist ein tolles Buch, das nicht nur dem jugendlichen Leser alles bietet, was zu einer fesselnden Geschichte gehört. Auch Erwachsene kommen hier durchaus auf ihre Kosten. Wer den ersten Teil der Reihe liest und mag, solte sich gleich den zweiten Teil noch besorgen. Suchtgefahr :!:

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