Michael J. Sullivan: Age of Myth

There are things beyond the control of men, and the will of the gods is one of them. (Michael J. Sullivan: Age of Myth)

Michael J. Sullivan: Age of Myth
US-Hardcoverausgabe
Del Rey Verlag, 2016

Inhalt

Seit undenklich langer Zeit verehren die Menschen das Volk der Fhrey als Götter. Die mächtigen Wesen gelten als im Kampf unbesiegbar, als Meister der Magie und sind anscheinend unsterblich. Doch das Verhältnis zwischen den Mächtigen und den von ihnen verachteten und unterdrückten Menschen gerät schnell aus dem Gleichgewicht, als einer der Fhrey in einer Auseinandersetzung von einem Menschen mit dem Schwert getötet wird und offenkundig wird, dass auch die Götter sterben können.  Die Fhrey suchen nach Vergeltung, um ihre Macht zu erhalten und somit stehen nur ein paar wenige zwischen der Menschheit und ihrer drohenden Vernichtung: der Clankrieger Raith, der von seinem neuen Titel Gottestöter so gar nicht angetan ist und seiner Bestimmung lieber aus dem Weg gehen möchte; Suri, eine junge Seherin mit ihrem weißen Wolf, die die Zeichen des unabwendbaren Untergangs vorausgesehen hat und schwer an ihrer Aufgabe trägt, die Menschen zu warnen; und Persephone, die Frau eines Clanchefs, vom Schicksal gezeichnet und einzige Hoffnung ihres Stammes. Das Zeitalter der Mythen ist vorbei, die Zeit der Rebellion gegen die Götter hat begonnen.

Über das Buch und den Autor

Michael J. Sullivan wurde am 17. September 1961 In Milwaukee (Wisconsin, USA) geboren (andere Quellen sagen in Detroit) und gilt als erfolgreichster selbstverlegender Fantasy- und Science-Fiction Autor. In Deutschland wurde er vor allem mit seiner Ryiria-Reihe bekannt, die 2014-1016 von Hobbit Presse/Klett-Cotta veröffentlich wurde. Das erste Buch heißt Der Thron von Melengar. Mit Age of Myst beginnt Sullivan eine neue Fantasy-Buchreihe, die insgesamt fünf Bände umfasst und den Reihentitel Legends of the First Empire trägt. Außergewöhnlich ist wohl der Arbeitsstil des Autors, der zuerst alle Bücher einer Reihe vollendet, bevor der erste Teil seinen Weg in die Regale findet. Die Bücher sind also schon fertig und werden sukzessive in den kommenden Jahren veröffentlicht werden. Die folgenden Bände heißen Age of Swords, Age of War, Age of Legends und Age of Empire.

(c) Michael J. Sullivan

Age of Myth erschien am 28. Juni 2016 als Hardcover. Seit dem 31. Januar 2017 gibt es auch eine Taschenbuchausgabe. Ob und wann eine deutsche Übersetzung bei Hobbit Presse erscheint, ist noch nicht bekannt. Die Hardcoverausgabe des Buches hat insgesamt 412 Seiten, davon 379 Seiten für die Handlung in 28 Kapiteln, plus kommt ein ausführliches Glossar der Orte und Personen, sowie eine Leseprobe des zweiten Teils.

Meine Meinung

Ich bin ja sonst nicht der Leser, der seine Bücher nur nach dem Cover auswählt und sich dabei auf Experimente einlässt. Als ich jedoch bei Amazon des wunderschöne Cover von Age of Myth gesehen habe, habe ich trotzdem spontan zugegriffen, denn es sah mir aus, wie eine epische Fantasy Geschichte. Das Buch lag dann noch ein paar Monate auf meinem SuB, bis ich es jetzt endlich gelesen habe. Sullivans Bücher waren mir bisher noch nicht bekannt (der Name schon) und ich erfreut, wie leicht es mir fiel in die Handlung zu gelangen. Michael J. Sullivan schreibt von Beginn an spannend und wartet mit einer Reihe interessanter Charaktere auf, die sich im Laufe der Geschichte noch entwickeln, je mehr man von ihren persönlichen Hintergründen erfährt. Ich hätte mir hin und wieder zwar ein wenig mehr zu den Charakteren gewünscht, aber ich habe die Hoffnung, dass sich das in den folgenden Büchern der Reihe noch entwickeln wird.

Michael J. Sullivan: Age of Swords
US-Hardcover (ET: 20. Juni 2017)
Del Rey Verlag, 2017

Die ganze Geschichte ins Rollen bringt der Clankrieger Raithe, der mit seinem Vater ins ihnen verbotene Gebiet der „Götter“ vordringt, um dort zu jagen und der nur wenig später als Gott-Töter die bisher klar geregelte Welt der Menschen und Fhrey durcheinanderbringt. Raithe ist ein guter Kämpfer mit dem Herz am rechten Fleck. Das weibliche Gegenstück zu Raithe ist Persephone, die Frau des Clanführers. Sie hat mit schweren Schicksalsschlägen zu kämpfen und bestimmt im Zuge der Handlung mit viel Stärke und Selbstbewusstsein die Geschicke ihrer Leute. Mir hat das gut gefallen, wie Sullivan sie beschreibt, auch wenn mich die junge Seherin, das Mädchen Suri, insgesamt noch mehr überzeugen konnte. Nicht nur, dass eine weiße und recht schlaue Wölfin ihre Wegbegleiterin ist, auch ihre Hintergrundgeschichte und ihr natürliches Wesen, machten sie für mich zu einem interessanten und glaubhaften Charakter. Suri ist zweifellos mein Lieblingscharakter im Buch geworden.

Sehr gut gefallen hat mir auch Sullivans Schreibstil und sein Humor, den er immer wieder über seine Protagonisten in die Erzählung einfließen lässt. Ich gehöre ja sonst nicht zu den Lesern, die bei jedem flachen Witz im Buch gleich lachen müssen, aber Sullivan schaffte es regelmäßig durch die unverblümte Direktheit seiner Charaktere, ohne dass es künstlich und aufgesetzt wirkt. Zwar fehlen der beißende Humor und die tiefgründige Weltsicht zum Beispiel eines Joe Abercrombie, aber dafür liest sich das Buch umso flüssiger. Auch über den Spannungsbogen kann ich mich nicht beklagen. Es passiert eigentlich ständig etwas und selbst wenn hin und wieder der Ausgang mancher Auseinandersetzungen abzusehen war, entwickelt sich die Handlung dennoch fesseln und abwechslungsreich und wartet mit der einen oder anderen Überraschung für den Leser auf. Michael J. Sullivan hat die fünf Bücher der Reihe bereits fertiggestellt und bin gespannt, was er sich noch so alles für die Handlung und seine Protagonisten ausgedacht hat. Abschließend will ich noch sagen: Schaut euch dieses coole Cover an. Mir gefallen die vielen Grüntöne und dass die Hauptpersonen des Buches im Vordergrund zu sehen sind. Chapeau!

4 von 5 Sternen
„Ein gut gelungener Start der Reihe.“

Mein Fazit

Ein schön zu lesender, abwechslungsreicher Fantasyroman mit interessanten Charakteren, die sich hoffentlich in den Folgebänden noch ein gutes Stück weiterentwickeln. Sullivan hat gute Ideen, die er gekonnt zu einer spannenden Geschichte verknüpft. Es war mein erstes Buch von diesem Autor und sicherlich nicht mein letztes.

Ich habe Age of Myth im englischen Original gelesen und fand es vom Sprachniveau her recht gut verständlich. Fortgeschrittene Lerner sollten damit nicht allzu große Probleme haben. Hin und wieder gibt es Passagen, die etwas anspruchsvoller sind, ansonsten wird weitgehend Standardwortschatz verwendet.

Jay

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