Michael Grant: GONE 1 (Verloren)

Erste englische Hardcover- und Taschenbuchausgabe

Erste englische Hardcover- und Taschenbuchausgabe

Zum Inhalt

Gerade saßen alle Kinder noch gelangweilt im Klassenzimmer und lauschten dem Lehrer, plötzlich ist der Lehrer nicht mehr da, und nicht nur der Lehrer – alle Einwohner der kleinen Küstenstadt Perdido Beach älter als 14 sind von einer Sekunde auf die andere spurlos verschwunden. Die Welt der Kinder steht Kopf, doch damit nicht genug. Die Stadt und ihr Umland ist von einer undurchdringlichen Kuppel umgeben und sie zu berühren ist schmerzhaft. Die Freude der 400 Kinder über die gewonnenen Freiheiten ohne die Erwachsenen ist nur von kurzer Dauer und schon bald beginnt für die Eingeschlossenen der Kampf ums nackte Überleben. Sam ist einer dieser Jugendlichen. Zusammen mit seinem besten Freund Quinn und der Klassenkameradin Astrid versucht er Ordnung in das entstehende Chaos zu bringen, doch innerhalb der Kuppel geschehen seltsame Dinge, die sich nicht mehr mit normalem Menschenverstand erklären lassen. Sam hat Angst, um seine Freunde und um sich, denn in exakt 299 Stunden und 54 Minuten wird auch er 15 Jahre alt sein…

Zum Buch

GONE ist der erste Teil der sechsteiligen GONE-Reihe von Michael Grant. Der Roman erschien erstmalig im April 2009 und wurde zum internationalen Bestseller. Im Februar 2012 erschien das Buch dann unter dem Titel Gone – Verloren beim Ravensburger Verlag in Deutschland. Die deutsche Taschenbuchausgabe hat 512 Seiten und ist in 47 Kapitel unterteilt. Bezeichnend für alle sechs Bücher der Reihe ist der Countdown zum Finale des jeweiligen Buches, d. h. jedes Kapitel beginnt mit einer Stunden-, Minuten- und manchmal Sekundenangabe bis zum finalen Ereignis zum Schluss. Im ersten Band ist dies Sams Geburtstag, denn er weiß nicht, ob er dann ebenfalls spurlos verschwinden wird, wie alle anderen Älteren in seiner Heimatstadt.

Neuere englische Taschenbuchausgabe

Neuere englische Taschenbuchausgabe

Auch wenn die Idee der auf sich allein gestellten Kinder nicht ganz neu ist, man denke hier nur an den Klassiker Herr der Fliegen, Michael Grant gelingt es relativ gut eine von Kindern regierte Gesellschaft mit allen ihren Problemen zu beschreiben, denn nicht alles ist immer Friede, Freude, Eierkuchen. Viele alltägliche Probleme müssen von den Kindern bewältigt werden, wie zum Beispiel die Versorgung und der Schutz der ganz Kleinen, die plötzlich keine Eltern mehr haben, die Beschaffung von Lebensmitteln und die Behandlung von Verletzungen und Krankheiten. Der Autor gibt sich jedoch mit dem reinen Überlebenskampf der Kinder nicht zufrieden.

Der 14-jährige Sam ist einer der Hauptcharaktere dieses ersten Romans, der mit seinen Freunden zunächst mehr oder weniger widerwillig die Führung der Kinder innerhalb der Kuppel übernimmt. Michael Grant legt viel Wert auf die Entwicklung seiner und anderer Personen, deren Beziehung untereinander, Gefühle und ihre Gedankengänge. Sams Zaudern hat seine Gründe, wie man mit der Zeit erfahren wird.
Zahlreiche Perspektivenwechsel lassen den Leser die Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln sehen. Zudem gibt es eine ganze Reihe Gegenspieler der „Guten“, Kinder und Jugendliche, welche das Fehlen von Regeln, Ordnung und Erwachsenen nutzen wollen, um ihre eigenen egoistischen Vorstellungen umzusetzen, meist zum Leidwesen der Schwächeren, die sie zu unterdrücken oder übervorteilen suchen. Manche der Kinder entwickeln mit der Zeit außergewöhnliche Fähigkeiten, wie sie sonst nur Superhelden in Comics besitzen. Aus diesen Mutationen entstehen schließlich Helden und Anti-Helden, die sich gegenseitig bekämpfen und das schwierige Leben innerhalb der Kuppel schnell durcheinander bringen. Das verleiht der Handlung bald eine andere, fantastische Dimension.
So außergewöhnlich das Verschwinden der Erwachsenen, das Auftauchen der Kuppel und die Entstehung von Mutanten auch ist, was sich innerhalb ihrer Grenzen den Kindern zusätzlich entgegenstellt ist ebenfalls surreal. Fliegenden Schlangen und sprechende Coyoten tun ihren Teil dazu, um die Geschichte abwechslungsreich zu gestalten. Vor dem Hintergrund dass Grant hier eine isolierte Welt mit neuen, ganz eigenen Gesetzen schaffen wollte, kann man das auch akzeptieren.

Das Buch ist definitiv ein Pageturner, denn man will wissen, wie es mit der Geschichte weiter geht, wer überlebt und was passiert. Der Mix einer traditionellen Überlebensgeschichte mit verschiedenen Elementen aus dem Bereich der Fantasy und Mystik, sorgen für Spannung bis zur letzten Seite.
GONE ist nicht ganz so harmlos, wie man vielleicht glauben mag, denn es enthält auch ein gehöriges Maß an Gewalt. Insgesamt ist Michael Grant jedoch eine gute, schlüssige Umsetzung seiner Ideen gelungen. GONE ist ein toller Auftakt der Reihe, der definitiv Lust auf mehr macht.

4 von 5 Sterne "Sehr gut!"

4 von 5 Sterne
„Sehr gut!“

Fazit

Interessante Charaktere, Fantasy und ein gut durchdachte Story mit vielen Wendungen machen GONE/Verloren zu einem Jugendroman der sich zu kaufen und lesen lohnt. Die Mischung seiner Ideen, die Grant in dem Buch verpackt, heben es auf alle Fälle aus der Masse der üblichen Fantasy- und Jugendliteratur hervor.
Ich habe die englische Originalausgabe gelesen. Die Sprache war gut verständlich, da hauptsächlich gängiger Wortschatz verwendet wird. Wer kein Englisch mag, der kann getrost auch zur deutschen Ausgabe greifen. Leseempfehlung!

 

 

 

Deutsche Taschenbuchausgabe

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