Mein toller neuer E-Reader – ich liebe ihn!

Da ich doch relativ viele Bücher im Jahr konsumiere, so zwischen 70 und 90 sind es in der Regel schon, zähle ich mich mal zu den Viellesern. Vielleser lesen mehr, als die Masse der Bevölkerung, sind meist bücherverrückt und haben die Regale gestopft voll. Vielleicht sind wir auch ein bisschen büchersüchtig, aber wirklich nur ein bisschen. :-D
So eine Büchersucht stellt ja nun jeden Leser früher oder später vor kleinere Probleme, v. a. wenn man sich die Bücher als Printwerke kauft und sie alle im Regal unterbringen will. Wenn man also nicht gerade einen größeren Raum für all die Schätzchen hat, wohin mit der ganzen Literatur?
Früher musste man dann entweder anbauen, ausbauen, umbauen oder irgendwie neue Plätze für Regale finden, die dann auch irgendwann gefüllt waren, zum Beispiel im Badezimmer…
Andere Leute zogen auch in größere Wohnungen um oder, wenn das alles nicht möglich war, mussten sich von alten Büchern trennen, um Platz für neue zu schaffen. Was man aber auch tut, für Vielleser wird es das Platzproblem eigentlich immer nur hinaus geschoben und nie wirklich gelöst, denn der Stapel hat die tolle Angewohnheit beständig zu wachsen. :lesen:

Trekstor 3.0 Quelle: trekstor.de

Trekstor 3.0
Quelle: trekstor.de

Glücklicherweise hat die technologische Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten große Fortschritte gemacht und so wurde 1999 der erste E-Book-Reader („Rocket eBook“) auf den Markt gebracht. Der war allerdings zu der Zeit noch wenig erfolgreich. Mit der Zeit folgte jedoch eine Vielzahl weiterer Modelle und damit wurden auch E-Books immer populärer. Zuerst war ich skeptisch. Bücher in elektronischer Form? Umblättern mit Tasten? Doch schließlich ließ ich mich doch darauf ein.

Mein erster E-Reader war ein Trekstor 3.0, den ich mir damals in der Vorweihnachtszeit 2011 bei Weltbild gekauft habe. Das Teil war mit 60,00 € recht günstig und man konnte die E-Books einfach mal ausprobieren. Es hat gut geklappt. Einziger Nachteil: der Reader hatte nur ein LCD-Display, das sehr viel Strom verbrauchte. Man konnte zwar lesen, musste jedoch den Reader alle 5 bis 6 Stunden neu aufladen. Erst ein paar Monate später kamen dann die neuen, stromsparenden eInk-Displays auf den Markt.

Ich habe den Trekstor dann auch relativ schnell wieder verkauft und mir einen der neueren E-Reader geleistet. Meine Wahl viel auf den Kobo Glo, der damals neu auf den Markt kommen sollte und als einer der ersten Reader eine eingebaute Beleuchtung hatte. eInk-Displays hatten bis dahin noch keine Hintergrundbeleuchtung und man brauchte eine externe Lichtquelle. Bei LCD vom Trekstor war das wiederum kein Problem, denn das leuchtete schon immer fröhlich vor sich hin. :idea:
Der Kobo Glo war ein Meilenstein und gehörte zu den besten E-Readern auf dem Markt. Größter Konkurrent war und ist bis heute Amazon mit seinem Kindle. Da ich mich jedoch nicht an den Amazon-Konzern binden wollte, fiel diese Option für mich schon von Anfang an weg. Wer einen Kindle hat, kann nur E-Books mit dem Amazon-Dateiformat nutzen, d. h. muss seine Bücher immer bei Amazon kaufen. Das sah ich nicht ein.

E-Reader Kobo Glo

E-Reader Kobo Glo

Der Kobo Glo war fast drei Jahre lang mein treuer Begleiter. Über 80 Bücher habe ich in fast 1.300 Stunden darauf gelesen, bis er schließlich im August diesen Jahres einen Urlaub im Zeltlager nicht überlebte. Das Display war gebrochen und mein treuer Freund der E-Reader verließ mich für immer. :(
Es hätten auch locker nochmal 3 Jahre werden können, denn ich war sehr zufrieden mit dem Gerät. Es funktionierte einwandfrei und ich hatte inzwischen eine recht große Bibliothek auf dem Gerät gesammelt. Mit nur 185 Gramm war er zudem ein ganzes Stück leichter, als der Trekstor, doch das nur so nebenbei.

Der Kobo Glo war kaputt, es musste also schnell ein Ersatz her. Meine Wahl viel auf den neuen Kobo Glo HD, mit besserem Display. Mit einer Auflösung von 1448×1078 Pixeln gehört er derzeit zu den technisch führenden E-Readern. Amazons neues Flaggschiff, der Kindle Voyage, steht mit dem Kobo Glo HD auf einer Ebene, aber Amazon kam für mich wieder nicht in Frage. Zu enge Bindung an einen Großkonzern ohne einen echten Mehrwert. Warum sollte ich mich darauf einlassen? Mein Kobo kann die gleichen Dinge, hat die gleiche Technik und ist zudem mit 129,00 € ein ganzes Stück günstiger, als sein Gegenspieler Kindle Voyage (179,00 € im August 2015). Außerdem habe ich ja schon eine Vielzahl von E-Books, die ich auch auf dem neuen Kobo nutzen will. :)

Der neue Kobo Glo HD

Der neue Kobo Glo HD

Der „Neue“ ist ein echter Traum. Gestochen scharfes Schriftbild und alle Features, die ich schon vom Vorgänger kannte. Er hat sogar mit 4 GB einen doppelt so großen Speicher eingebaut, als der alte Kobo Glo. Schade nur, dass man den Speicher nicht mit Mini-SD-Karten erweitern kann, so wie es beim Vorgänger noch möglich war. Der Kobo Glo hatte dafür extra ein Kartenslot an der Seite, der Karten mit einem Speicherplatz von bis zu 32 GB aufnahm. 4 GB sind jedoch auch nicht schlecht und sollten eine Weile reichen. Weiterer Vorteil: Die Maße des Kobo Glo HD sind etwa die gleichen wie beim Kobo Glo. Ich kann also meine Cover weiter verwenden und muss kein neues kaufen. Wenn man etwas gescheites möchte, sind die nicht ganz billig.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden und ich hoffe, dass mein dritter E-Reader viele Jahre hält. Ich bin jedoch gespannt, wo die Entwicklung in diesem Bereich hin geht und welche technischen Neuerungen wir in Zukunft erwarten können. :idea:

Hast du einen E-Reader und, wenn ja, wie bist du damit zufrieden? Ich freue mich über alle Kommentare zum Thema. :thumbup:

Jay

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