Mark Lawrence: The Liar’s Key

Er ist ein guter Schlüssel. Er ist jeder Schlüssel. Jeder Schlüssel, den es je gab und gibt. Jeder Schlüssel, den es  je geben wird und geben könnte. (Mark Lawrence: The Liar’s Key)

The Liar's Key

Mark Lawrence: The Liar’s Key
Gebundene US-Ausgabe
ACE Verlag, 2015

Inhalt

Der Winter im Norden trennt Prinz Jalan Kendeth vom lange vermissten und ersehnten Luxus seines Palasts im Süden. Obwohl der Norden die Heimat seines Gefährten, dem Wikingerkrieger Snorri ver Snagason ist, möchte er trotzdem nur weg von dort. Snorri hingegen ist bereit das ganze Totenreich herauszufordern, um seine Frau und seine Kinder in die Welt der Lebenden zurückzuholen. Er hat Lokis Schlüssel, ein möchtiges Artefakt, das jedes Schloss öffnen kann – jetzt muss er nur noch das Tor ins Totenreich finden.
Während  Snorri und Jalan auf den Frühling  warten, um endlich dem ewigen Eis zu entkommen, versucht der mächtige König der Toten den Schlüssel in seine Gewalt zu bekommen, denn mit Lokis Schlüssel kann er selbst die Tore öffnen, damit die Toten sich erheben und die Welt regieren können.

Infos zum Buch

Titel: The Liar’s Key Autor: Mark Lawrence Verlag: ACE (USA), Harper Collins (UK) Reihe: The Red Queen’s War, #2 Seitenzahl: 653 (36 Kapitel) Alter: 18+ Erste Aufl.: 18. Juni 2015 Ausgaben: Hardcover, E-Book, Taschenbuch, Hörbuch ISBN: 978-0007531578 (HC), 978-0425268810 (TB) Sonstiges: Landkarte, Unterschiedliche Cover der US- und UK-Ausgabe

Infos zum Autor

Mark Lawrence wurde international bekannt mit seiner Broken-Empire-Trilogie, die in vielen Ländern ein Bestseller wurde und mit Prince of Thorns (dt.: Prinz der Dunkelheit) ihren Anfang nahm. The Liar’s Key ist der zweite Band seines zweiten Dreiteilers The Red Queen’s War. Die Handlung spielt ebenfalls in der Welt von Jorg von Ankrath, dem “Prinz der Dunkelheit”.
Ob es eine deutsche Übersetzung geben wird, ist bisher noch nicht bekannt. Die oben erwähnte erste Trilogie von Mark Lawrence ist bei Heyne erschienen und wurde damals von Andreas Brandhorst übersetzt. Es bleibt daher abzuwarten, ob auch die weiteren Bücher von Mark Lawrence eine deutsche Übersetzung bekommen. Es wäre wirklich wünschenswert. :)   Die Fortsetzung von The Liar’s Key trägt den Titel The Wheel of Osheim und erschien im Juni 2016.

Meine Meinung

The Liar’s Key lag bereits vier ganze Jahre auf meinem Stapel ungelesener Bücher, bis ich mich vor wenigen Tagen daran machte es endlich zu lesen. Prinz Jalan und der Nordmann Snorri ver Snagnason haben mich im ersten Teil der Trilogie begeistern können, ich musste einfach wissen, wie es dem ungleichen Paar weiterhin ergeht. Mark Lawrence Schreibstil lässt sich gut lesen. Sein Humor kommt in den vielen brenzligen Situationen der Handlung immer wieder durch, ohne dass er platt und künstlich wirkt. Das hat sich auch in diesem Buch nicht geändert, wenn auch manche philosophischen Ausführungen und Gedanken von Jalan oder Snorri etwas kürzer hätten ausfallen können. Lawrence kann schreiben, doch gelegentlich wünschte ich mir eine etwas straffere Handlung und weniger ausschweifende Ausführungen. Auch die Zahl der Namen und Orte steigt im zweiten Buch an, was es manchmal schwer machte der Handlung in allen Details zu folgen. Mit über 650 Seiten ist das Buch zudem kein Leichtgewicht.

The Liar's Key

Mark Lawrence: The Liar’s Key
UK-Hardcoverausgabe
Voyager, Juni 205

Insgesamt hat mir das Buch dennoch recht gut gefallen, was insbesondere an den interessanten Charakteren lag und auch die eine oder andere Überraschung für den Leser, die ich in der Form nicht erwartet hätte. Mark Lawrences Welt ist nämlich nicht mit der von High Fantasy Romanen vergleichbar, da die Handlung in Europa spielt und zwar einige hundert Jahre nach einem alles vernichtenden Atomkrieg. Viel technisches Wissen ist den Nachkommen der großen Zivilisationen verloren gegangen, jedoch gibt es immer wieder Dinge aus unserer Zeit, die in der Handlung eine Rolle spielen. Dieser Ansatz macht die Handlung interessant und gibt ihr immer wieder recht überraschende Wendungen. Trotzdem haben mächtige Götter und die Magie in den Lauf der Geschichten Einzug gehalten, was eindeutig Elemente der Fantasy sind. Mir gefällt die Mischung gut. Zentral für den Erfolg der Bücher sind jedoch die gut durchdachten und tiefgängig beschriebenen Charaktere in den Büchern von Mark Lawrence. So entwickeln sich Snorri und Jalan, ebenso wie ihre anderen Weggefährten, beständig weiter und sind einfach nur liebenswert. Auch wenn mich Jalans Einstellungen zu Loyalität und Kameradschaft manchmal aufregten, so mag ich seinen Charakter insgesamt sehr gerne. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mir insgeheim herbeisehne, er würde seine Einstellung endlich ändern und über seinen eigenen Schatten springen. Im Buch tut er das auch hin und wieder, indem er Dinge tut, die man so nicht von ihm erwartet hätte. Snorri ist zum einen der typische Wikinger, eine Kampfmaschine mit einer zweiblättrigen Axt und einer Körpergröße von über zwei Metern. Doch er erfüllt nur äußerlich das Klischee des brutalen Schlächters. Snorri ist sehr intelligent und in vielen Dingen auch Jalan geistig voraus. Sein Charakter fasziniert mich immer wieder. Ich mag ihn. Zu den anderen Gefährden im Buch will ich hier jetzt keine Ausführungen machen, um nicht allzu viel vorweg zu nehmen.
Ein bisschen enttäuscht hat mich, dass die Handlung des Buches an sich kein so echtes Ziel zu haben scheint. Jalan und seine Freunde reisen von einem Ort zum nächsten, aber irgendwie fehlt mir das große übergeordnete Ziel ihrer Queste ein wenig. Im ersten Buch war das besser umgesetzt, wie ich meine. Ich hatte so ein wenig das Gefühl, dass der Autor zu Beginn des zweiten Buches noch nicht so recht wusste, wo die Reise eigentlich hin gehen sollte und sich das alles erst während des Schreibens so ergab. Ich hoffe, dass im letzten Teil der Trilogie der rote Faden wieder etwas deutlicher zu sehen ist. Zum Schluss des Buches war es dann besser.

4 von 5 Sternen
„Gut gelungen und spannend.“

Mein Fazit

Insgesamt ist The Liar’s Key ganz gut gelungen, wenn mir auch der erste Band der Reihe besser gefallen hat. Tragend sind einmal wieder die Charaktere und der abwechslungsreiche und flüssige Schreibstil des Autors, gewürzt mit einer gehörigen Prise Humor. Bleibt zu hoffen, dass uns Mark Lawrence auch weiterhin mit guten Büchern versorgen wird, welche die Nacht zum Tag werden lassen, weil man sie einfach nicht beiseitelegen kann.

 

Ich habe das Buch auf Englisch gelesen. Es gibt eine ganze Reihe weniger gängiger Wörter, die bisweilen ein Wörterbuch erforderlich machen könnten. Allerdings lässt sich das Buch insgesamt recht gut lesen und verstehen, wenn man die Sprache einigermaßen beherrscht.

Jay

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