Jonathan Stroud: Die raunende Maske (Lockwood & Co. 3)

Jonathan Stroud: The Hollow Boy US-Ausgabe Hyperion (2015)

Jonathan Stroud: The Hollow Boy
US-Ausgabe
Hyperion (2015)

Inhalt

Schreckliche Dinge gehen in London vor. Im Stadtteil Chelsea erheben sich seit Tagen unzählige Geisterwesen und haben Straßen und Gebäude fest in ihrer Hand. Alle Geisterjäger der besten Londoner Agenturen sind im Dauereinsatz, um der Epidemie Herr zu werden. Scotland Yard ist ratlos, denn der Kampf scheint aussichtslos und kostet immer wieder Menschenleben.
Noch ratloser sind Anthony, Lucy und George, die drei Agenten der kleinen aber erfolgreichen Londoner Agentur Lockwood & Co, denn sie wurden nicht engagiert die Geister zu bekämpfen. Dennoch nehmen die drei, zusammen mit ihrer neuen Kollegin Holly, den Kampf auf und recherchieren nachts in einem angesehenen Kaufhaus, das sie für die Quelle der Geisterinvasion halten. Doch schnell zeigt sich, dass die Bedrohung für sie wesentlich größer ist, als zunächst vermutet und es beginnt ein Kampf um das nackte Überleben der Freunde, der ihnen mehr abverlangt als geahnt…

Über das Buch und den Autor

Jonathan Stroud wurde1970 in Bedford geboren. Da er als Kind häufig krank war, verschlang er schon damals viele Bücher. Er studierte Englisch und arbeitete zunächst als Lektor in einem Londoner Verlag. 1999 veröffentlichte er seinen Debütroman Drachenglut und beschloss danach sich völlig dem Schreiben zu widmen. Weithin bekannt wurde er mit seiner fantastischen Bartimäus-Reihe. Er wohnt mit seiner Frau Gina und den gemeinsamen Kindern Isabelle, Arthur und Louis in der Nähe von London.
The Hollow Boy (dt.: Die raunende Maske) ist das dritte Buch in Jonathan Strouds Jugendbuchreihe Lockwood & Co., das am 24. September 2015 bei Doubleday in England erschien. Die Originalausgabe umfasst 448 Seiten. Schon am 19. Oktober 2015 erschien dann die deutsche Übersetzung mit 464 Seiten beim cbj Verlag. Das Buch ist in sechs größere Abschnitte mit insgesamt 26 Kapiteln unterteilt. Ganz am Ende gibt es ein Glossar mit Erklärungen vieler im Buch verwendeter Begriffe.
Der zweite Teil der Reihe erschien unter dem Titel The Whispering Skull (Der wispernde Schädel).

Jonathan Stroud: Die raunende Maske Dt. Hardcoverausgabe cbj Verlag (2015)

Jonathan Stroud: Die raunende Maske
Dt. Hardcoverausgabe
cbj Verlag (2015)

Meine Meinung

So, jetzt habe ich auch den dritten Teil von Jonathan Strouds fantastischer Jugendbuchreihe Lockwood & Co. durch und bin sehr zufrieden mit dem Fortschritt der Handlung. Auch in diesem Teil ging es wieder heiß her (oder eher kalt, wenn man an die Geisterkälte denkt). Spannend und abwechslungsreich ist das Buch und die Ideen scheinen dem Autor nicht auszugehen. Auf den Fall will ich jetzt nicht mehr weiter eingehen. Er entfaltet sich langsam in der ersten Hälfte des Buches und mündet in einen großen Showdown im Kaufhaus im letzten Drittel, bei dem die Charaktere gehörig ihr Fett weg bekommen. Gruselig ist es, denn Stroud kann mit den passenden Worten und seinem flüssigen Schreibstil sehr gut eine bedrückende Atmosphäre aufbauen.
Erzählt wird die Handlung, wie auch in den ersten beiden Büchern, von Lucy, Lockwoods unentbehrlicher Mitstreiterin. Sie hat in diesem Teil ziemlich zu kämpfen, und damit meine ich jetzt nicht die vielen Geister, sondern die neue Mitarbeiterin Holly, die sowohl Lockwoods, als auch Georges Aufmerksamkeit auf sich zieht, was Lucy gar nicht passt. Was folgt ist Zickenterror unter dem Deckmantel der Höflichkeit, was zeitweise ziemlich witzig ist, denn es tangiert auch Lucys Beziehung zu Lockwood und George und erinnerte mich ein wenig an die Differenzen zwischen George und Lucy im ersten Band. Lockwood selbst hat immer noch mit sich selbst zu kämpfen, trägt er doch das Geheimnis über seine Familie mit sich herum, über die er nur widerwillig spricht. dennoch gibt es im dritten Teil einige Fortschritte diesbezüglich. Man tappt als Leser also nicht mehr so ganz im Dunkeln. Jonathan Stroud hat das gut gemacht und zieht sie Spannung durch alle Bände der Reihe. George ist einfach nur George. Als Detektiv der Gruppe hat er auch diesmal alle Hände voll zu tun, um die Hintergründe der geheimnisvollen Geisterinvasion in Chelsea aufzudecken. Und Holly? Sie ist die neue im Team und tut alles, um ihren Chef zu beeindrucken (sehr zu Lucys Leidwesen, die sich dadurch weniger beachtet fühlt). Da die Geschichte, wie erwähnt, von Lucy erzählt wird, kann man ihre Emotionen natürlich hautnah mit verfolgen. Ich denke, dass Holly auch in den folgenden Bänden einiges zum Team beitragen kann und finde es gut, dass Stroud sie so erschaffen hat, wie sie ist. Mal sehen, was daraus wird. Achja, dann gibt es da ja noch den Totenschädel im Glas, der mit Lucy spricht. Seine Sprüche sind das humoristische Tüpfelchen auf dem i. Das schöne ist, man weiß bei seinen Aussagen nicht immer so recht, ob er es ernst meint oder ob er einfach nur sarkastisch ist. Ich liebe es. :)
Dann noch ein paar Worte zum Schluss des Buches. Natürlich musste Stroud auch diesmal einen fiesen Cliffhanger einbauen. Das war schon im letzten Band der Fall, als es um Lockwoods geheimnisvolles Zimmer ging. Schade nur, dass man wieder einige Monate auf den vierten Band warten muss. :wink:

Mein Fazit

4,5 von 5 Sternen "Super geschrieben. Tolle Fortsetzung der Reihe."

4,5 von 5 Sternen
„Super geschrieben. Tolle Fortsetzung der Reihe.“

Spannend, abwechslungsreich und humorvoll. So lässt sich Die raunende Maske wohl beschreiben. Eine gelungene Mischung aus Ghostbusters und Die drei Fragezeichen, die einfach nur süchtig machen kann. Neben Detektivarbeit und Geisterjagt spielen in dem Band vor allem auch die Beziehungen der Protagonisten zueinander eine große Rolle, was mir gut gefallen hat. Mit Holly tritt eine interessante neue Protagonistin der Agentur bei und sorgt für einige Unruhe im Team. Wie das Ganze ausgeht, dass müsst ihr allerdings selbst herausfinden. Von mir gibt es in jedem Fall eine Leseempfehlung. :thumbup:

Sprachniveau: 3 von 4 (Fortgeschrittene)

Sprachniveau: 3 von 4 (Fortgeschrittene)

Ich habe diesen dritten Teil mal wieder auf Englisch gelesen. Es war gut verständlich, auch wenn der Satzbau manchmal etwas länger war. Durch die vielen Fachbegriffe (v. a. bei den Geistern) braucht man vielleicht hin und wieder ein Wörterbuch. Es gibt jedoch auch ein ausführliches Glossar am Ende des Buches. :)

Jay

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