John Gwynne: Malice

John Gwynne: Malice Englischer Hardcover

John Gwynne: Malice
Englischer Hardcover

Inhalt

Der 14-jährige Corban beneidet die Jungen, die unter der Herrschaft von König Bernin zu Kriegern ausgebildet werden und dabei die Kampfkunst erlernen. Er sehnt sich danach endlich zum Schutz des Reiches sein Schwert und seinen Speer führen zu dürfen, aber dieser Tag soll schon viel zu bald für ihn kommen, als er den wahren Preis für seinen Mut erfährt. Als als er die Menschen verliert, die er über alles liebt…
Die Königreiche haben eine stürmische Geschichte hinter sich, in der Heerscharen von Menschen und Riesen in unerbittlichen Kämpfen aufeinander trafen bis dir Erde durchtränkt war vom Herzblut der Gefallenen. Obwohl die Klans der Riesen schon vor langer Zeit zerschlagen wurden, entstellen die Ruinen ihrer Festungen noch immer die Königreiche. Doch die Riesen regen sich wieder, rauben und töten. Die Riesensteine weinen Blut und schreckliche Bestien machen die Flüsse und Wälder wieder unsicher. Diejenigen jedoch, welche die Zeichen zu deuten wissen, erkennen eine weitaus größere Bedrohung, als es die vorzeitlichen Kriege zwischen Riesen und Menschen jemals waren. Unerträgliches Leid wird die die Welt verdunkeln, wenn Engel und Dämonen sie zu ihrem Schlachtfeld erklären und der Krieg, der dann über Menschen und Riesen hereinbricht, wird alle Kriege für immer beenden.
Hochkönig Aquilus ruft seine Mitkönige zu einem Konzil zusammen, um in den Zeiten der Not eine Allianz zu formen. Mancher Herrscher ist skeptisch und nur selbstsüchtig darauf bedacht seine eigenen Grenzen vor Piraten, Räuberbanden und Riesen zu schützen. Doch eine Prophezeiung sagt voraus, dass für den großen Krieg der Seite des Lichts und der Seite der Dunkelheit jeweils ein Kämpfer voranstehen wird, genannt die Schwarze Sonne und der Strahlende Stern. Für die Menschen wäre es weise sie beide schon bald zu erkennen, denn sollte die Schwarze Sonne jemals die Oberhand gewinnen, werden alle Hoffnungen und Träume der Menschen zu Staub zerfallen… (Klappentext-Übersetzung)

John Gwynne (2012)

John Gwynne (2012)

Über den Autor

John Gwynne wurde in Singapur geboren und lebt heute mit seiner Frau, vier Kindern und drei Hunden in East Sussex (England). Er hatte viele verschiedene Jobs, u. a. unterrichtete er an der Brighton University, verpackte Seife in einer Seifenfabrik und kellnerte in einem französischen Restaurant. Er gab die Arbeit an der Universität auf, um sich daheim besser um seine behinderte Tochter kümmern zu können. Nebenbei begann er zu schreiben und Malice ist sein Debütroman.

 

Über das Buch

Malice ist der erste Roman der Reihe The Faithful and the Fallen und erschien 2012 bei Tor (England). Eine deutsche Übersetzung gibt es bisher noch nicht. Der Hardcover hat 628 Seiten und ist in 88 Kapitel unterteilt. Die Geschichte wird aus der sich des allwissenden Erzählers beschrieben. Jedes Kapitel trägt jedoch als Überschrift den Namen eines Hauptcharakters. Personen und Schauplätze werden häufiger gewechselt. Das Englisch ist prinzipiell sehr gut verständlich, allerdings verwendet der Autor öfter einmal weniger geläufige Wörter, die man dann nachschlagen muss. Dem Lesefluss tut dies jedoch kaum einen Abbruch, wenn man erst einmal in die Handlung hineingefunden hat.
Neben der Hardcoverausgabe gibt es das Buch seit Dezember 2013 auch als Taschenbuch, sowie als ebook. Die Fortsetzung des Romans erscheint im März 2014 unter dem Titel Valour.

Meine Meinung zum Buch

Ich habe das Buch spontan aufgrund der Inhaltsbeschreibung gekauft, ohne vorher irgendeine Rezension darüber zu lesen. Auch die Umschlagsgestaltung hat mich damals sehr angesprochen. Bei Goldsborobooks in London konnte ich im Rahmen einer Aktion ein signiertes und limitiertes Exemplar (198/500) erwerben und muss sagen, ich bin heilfroh darüber. Malice konnte mich wirklich überzeugen, denn was John Gwynne hier abliefert ist für einen Debütroman in meinen Augen erste Sahne. Der Schreibstil ist äußerst lebendig und aussagekräftig und kann sich in meinen Augen durchaus mit dem bekannter Autoren messen. Die Handlung beginnt spannend und man lernt zunächst eine ganze Reihe interessanter Haupt- und Nebencharaktere kennen. Insgesamt passiert auf den ersten 450 Seiten schon so einiges, was einen zu fesseln vermag. Eine schriftstellerisch sehr gut gelungene Hinführung, denn ab Kapitel 64 geht dann so richtig die Post ab, die Handlung erfährt mehrere dramatische Wendungen und die Ereignisse überschlagen sich regelrecht bis zur letzten Seite und man kann Malice absolut nicht mehr beiseite legen. John Gwynne schreibt, dass u. a. Autoren wie George R. R. Martin einen Einfluss auf ihn hatten und man merkt das auch ein wenig. Es lassen sich innerhalb des Romans manchmal Parallelen finden, jedoch nie so sehr, dass man dem Autor seine Eigenleistung absprechen könnte.

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John Gwynne hat seinen eigenen Stil und seine Charaktere sind ebenso liebenswert, bösartig, durchtrieben und undurchschaubar, wie man sie sich als Leser nur wünschen kann. Die Hauptcharaktere, ihre Gedankengänge, Beziehungen und Emotionen, sind gut beschrieben. Manchmal wünschte ich mir zwar noch etwas mehr zum Hintergrund, aber John Gwynne wird sich sicher noch einige Überraschungen für die Folgebände aufgehoben haben.
Gut fand ich die schön ausgearbeitete Hintergrundgeschichte zum Roman. Die uralte Feindschaft zwischen Menschen und Riesen und wie es dazu kam, beeinflusst auch die aktuelle Handlung immer wieder, was dazu führt, dass die Handlung nachvollziehbar und glaubwürdiger wird. Zusätzlich gibt es persönliche Feindschaften, jede Menge Intrigen und Ungerechtigkeiten, die das Blut in Wallung bringen können. John Gwynn beschreibt aber auch schöne Momente, in denen die Gerechtigkeit siegt und die Bösen ihre verdiente Abreibung bekommen. Man freut sich dann innerlich und klatscht entzückt in die Hände. :clap:
Wer jedoch glaubt, dass Protagonisten im Buch immer ganz ungeschoren davon kommen, der irrt. Im Gegensatz zu den starken Gefühlen, die G. R. R. Martins Heldenopfer regelmäßig hervorrufen, fühlt man sich bei Malice nicht zwingend genötigt, das Buch gelegentlich gegen die Wand zu werfen… :evil:

4,5 von 5 Sternen "Ein tolles Debüt. Sehr gut!"

4,5 von 5 Sternen
„Ein tolles Debüt. Sehr gut!“

Fazit

Ich wusste vorher nichts über Malice, denn es war ein Spontankauf. Umso mehr hat mich das Buch dann positiv überrascht. Das es ein Debütroman ist, der sich durchaus mit bekannten Werken anderer Fantasyautoren messen kann, macht das Ganze nur nach besser. John Gwynne hat eine sehr gute Arbeit abgeliefert und ich freue mich schon jetzt auf seine kommenden Romane, weil ich natürlich wissen will, wie es mit der Handlung weiter geht. Ich bin mir sicher, dass ich nicht enttäuscht sein werde. Daher eine unbedingte Leseempfehlung von meiner Seite. :thumbup:

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