Autorenjagd auf der Leipziger Buchmesse 2016

So, die Messe ist schon seit ein paar Tagen um und ich habe immer noch keinen Bericht abgegeben, was denn eigentlich dort los war. Höchste Zeit also, euch von meinen Erlebnissen zu berichten.

Wie in jedem Jahr, war ich wieder Samstags auf der Messe. Eigentlich wollte ich diesmal ja bis Sonntag bleiben, hatte jedoch eine Einladung zu einem runden Geburtstag (und Freunde gehen vor). Zwei Tage sind eigentlich schon notwendig, wenn man in Ruhe bummeln und den einen oder anderen Autor treffen will. Ok, ging halt nicht. Daher war’s auch ein bisschen stressig. Aber der Reihe nach.

Die Halle der Cosplayer

Die Halle der Cosplayer

Um kurz vor 10.00 Uhr bin ich am Samstag in Leipzig angekommen. Diesmal war ich als Blogger akkreditiert, was schon allein eine coole Sache ist. Ich wollte mich also direkt ins Getümmel stürzen. Freie Fahrt für die Presse… bis zum Drehkreuz, dann Karte ungültig! Ich hatte zwar den Presseausweis, musste mich jedoch erst noch akkreditieren lassen, bevor ich in die Hallen durfte. Es folgte also zunächst eine kleine Odyssee quer durchs Messegelände, was ich ziemlich umständlich fand, aber naja, Homer hat es schlimmer getroffen. Gegen 10.30 Uhr durfte ich dann auch endlich auf Erkundung gehen und stolperte aus dem Pressezentrum direkt in die Halle der Cosplayer. Allein hier konnte man leicht einen halben (oder ganzen) Tag verbringen und sich die zahlreichen aufwändigen Kostüme der Fans ansehen und fotografieren. Viele sind mit so viel Liebe zum Detail gestaltet, dass man einfach nur begeistert sein kann. Leider hatte ich durch die Verzögerung im Pressezentrum nur wenig Zeit zum Verweilen, denn ich wollte auch diesmal wieder einige Autoren treffen.

Peter V. Brett und ich beim Interview auf der Leipziger Buchmesse 2016

Peter V. Brett und ich beim Interview auf der Leipziger Buchmesse 2016

Der erste war dann auch gleich Michael Peinkofer. Von ihm brauchte ich noch ein Autogramm in meinem „Büchlein of Fame“. Er gehört ja quasi, ebenso wie Bernhard Hennen und Markus Heitz, zum Messeinventar. Von dort ging es dann auch gleich weiter zu Kai Meyer. Wenige Tage zuvor war der dritte und letzte Teil seiner Reihe Die Seiten der Welt erschienen. Er trägt den Titel Blutbuch. Ich hatte mir auch den zweiten Teil der Reihe besorgt und wollte beide signieren lassen, allerdings war die Signierschlange unendlich und obwohl ich recht weit vorne stand, wollte ich keine halbe Stunde oder länger anstehen, denn… ich hatte um 13.00 Uhr ein persönliches Autorentreffen mit Peter V. Brett am Heyne-Stand eingeplant. Dieses Heyne-Bloggertreffen war mir definitiv wichtiger. Wann hat man schon mal die Gelegenheit mit den weltbekannten Autor über seine Bücher zu sprechen. Sorry Kai, nächstes Jahr dann wieder. :)
Ich machte mich also auf den Weg nach Halle 3. Am Heyne-Stand war der große Meister schon mit Bernhard Hennen und dem Autorenduo T. S. Orgel (Die Blausteinkriege) ins Gespräch vertieft. Von 13.00 bis 14.00 Uhr saßen wir also in geselliger Runde und sprachen über Charaktere, Bücher und Zukunftspläne. Peter V. Brett zeigte mir ein Bild von seinem Bücherregal daheim mit Ausgaben aller Übersetzungen seiner Bücher. Der fünfte und vorletzte Teil seiner Dämonenreihe soll Frühjahr 2017 erscheinen, mit einem Dämonen auf dem Cover, wie er mir verriet. Die rote Inevera auf dem US-Cover von The Daylight War gefällt ihm von allen Covern am besten, ebenso wie mir. :-D   Es war ein interessantes Gespräch und Peat nahm sich im Anschluss noch richtig Zeit meine neuesten Bücher von ihm zu signieren.

Tom und Stefan Orgel auf der Leipziger Buchmesse 2016

Tom und Stefan Orgel auf der Leipziger Buchmesse 2016

Die beiden Autoren Tom und Stephan Orgel waren ebenfalls zu dem Treffen gekommen. Die zwei sind richtig cool und ihr neues Buch Die Blausteinkriege konnte mich wirklich begeistern. So freute ich mich, dass ich sie gleich noch persönlich kennenlernen durfte und natürlich gibt es auch davon ein Foto fürs Sammelalbum. Sie meinten dann auch wörtlich: „Wenn den Leuten unser Buch so gut gefällt, sollten wir vielleicht endlich mal anfangen die Fortsetzung zu schreiben.“ Naja, solange sie nicht länger brauchen als George R. R. Martin ist das schon in Ordnung…
Jungs, schaut dass ihr das Ding in die Regale bringt (!) und danke für das nette Gespräch und die Widmung im Buch. :)
Mein dritter Gesprächspartner in der Runde war Bernhard Hennen. Von dem bekannten deutschen Fantasyautor habe ich mal vor einem gefühlten Vierteljahrhundert einen DSA-Dreiteiler gelesen, den er damals als Co-Autor mit Wolfgang Hohlbein zusammen schrieb. Es wird halt echt mal Zeit, dass sich seine großen Werke lese. Ebenso wie die von Michael Peinkofer, Markus Heitz, u. v. a.

So, 14.00 Uhr. Eben mal schnell zum Auto gelaufen und die schwere Bücherlast in den Kofferraum verfrachtet, was gegessen und getrunken, und dann gleich zurück ins Gewühl. Ich brauchte noch eine Signatur von Ursula Poznanski in ihrem neuen Jugendroman Layers und endlich, endlich eine Signatur von Wolfgang Hohlbein im meiner Erstausgabe von Die Moorhexe von 1988. Im letzten Jahr hatte ich das Buch daheim vergessen, diesmal hat es geklappt.

Fantasyautor Michael Peinkofer auf der LBM 2016

Fantasyautor Michael Peinkofer auf der LBM 2016

Dann aber schnell zur Messebuchhandlung in Halle 4 geeilt, denn dort trafen sich ab 15.00 Uhr die Bücherverrückten das weltbesten Bücherforums Büchertreff. Die Messe ist eine ausgezeichnete Möglichkeit die Jungs und Mädels aus dem Forum mal persönlich zu treffen. Man schreibt sich zwar fast täglich und diskutiert rege über Bücher, Gott und die Welt, aber man kennt normalerweise nur die Avatare und kaum die Menschen dahinter. So ein Büchertreff-Treffen ist daher für mich ein echtes Messehighlight. Somit habe ich also die nächste gute Stunde im Kreise meiner Büchertreff-Freunde verbracht, bis ich mich kurz vor 17.00 Uhr auf den Weg machte noch den einen oder anderen Stand zu erkunden. Spätestens da  wurde mir klar, dass ich eigentlich noch den Sonntag gebraucht hätte, um mich in die vielen interessanten Neuerscheinungen vertiefen zu können. Das Bummeln ist diesmal absolut kurz gekommen, aber dafür habe ich einige interessante Autoren getroffen und allein das war es mir Wert nach Leipzig zu fahren.
Um 18.00 Uhr schloss die Messe ihre Tore und ich machte mich auf den Rückweg nach Bayern. Gegessen hatte ich den ganzen Tag noch nichts, aber es stand ja an diesem Abend noch ein runder Geburtstag auf dem Programm mit einer guten Aussicht auf ein heißes Buffet… Auf Wiedersehen in Leipzig 2017.

Ward ihr auf der Leipziger Buchmesse? Wie habt ihr sie erlebt? Ich freue mich über eure Kommentare.

Jay

 

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