Anthony Horowitz: Stormbreaker (Alex Rider 1)

„Just remember, Alex Rider, you’re never too young to die.“
(Anthony Horowitz: Stormbreaker)

Anthony Horowitz: Stormbreaker Deutsche Taschenbuchausgabe Ravensburger Verlag

Anthony Horowitz: Stormbreaker
Deutsche Taschenbuchausgabe
Ravensburger Verlag

Inhalt

Alex Rider ist eigentlich ein ganz normaler 14-jähriger Junge, bis zu jenem Morgen, an dem ihm die Polizei die Nachricht vom Tod seines Ziehonkels Ian Rider überbringt. Als Alex jedoch den Ursachen seines mysteriösen Todes nachgeht, gerät er unmittelbar in die Hände des englischen Geheimdienstes MI6 und erfährt von der letzten Mission seines Onkels. Der Multimillionär Harod Sayles will viele tausend modernster Computer aus seiner Produktion, sog. „Stormbreaker“, an alle englischen Schulen verschenken. Der Geheimdienst vermutet jedoch, dass mehr hinter Sayles großzügigem Geschenk steht. Alex wird daher kurzerhand verpflichtet in die Fußstapfen seines Onkels zu treten und nach Cornwall zu reisen, um mehr über den Stormbreaker heraus zu finden. Als computerinteressierter Schüler getarnt schleust man ihn in in Harod Sayles Firma ein. Doch der Mulltimillionär spielt ein gefährliches Spiel und schon bald befindet sich Alex, ebenso wie einst sein Onkel, in tödlicher Gefahr…

Über das Buch

Stormbreaker ist der erste Band in Anthony Horowitz‘ überaus erfolgreicher Serie um den jungen Geheimagenten Alex Rider. Mit der Veröffentlichung von Stormbreaker im Jahr 2000 in England traf Horowitz offenbar den Nerv der jungen Leser und Agententhriller mit jungen Spionen fanden schnell ihren Platz in den Bestsellerlisten. Bei Stormbreaker handelt es sich um ein Kinder- und Jugendbuch, dass für eine Altersgruppe von 10 bis 14 Jahre empfohlen wird. Die englische Originalausgabe hat 288 Seiten und ist bei Puffin Books (London) erschienen. 2003 wurde das Buch schließlich von Karlheinz Dürr ins Deutsche übersetzt und erschien seinerzeit unter dem Titel Das Geheimnis von Port West. Die deutsche Taschenbuchausgabe hat 258 Seiten und ist bei Ravensburger erhältlich. Seit 2005 trägt auch sie den englischen Titel Stormbreaker. Das Buch wurde zudem 2006 mit Alex Pettyfer in der Hauptrolle verfilmt.

Meine Meinung

Ich bin eigentlich schon immer ein Bond-Fan gewesen und habe mir die actionreichen Agententhriller immer wieder Kino angesehen. Ich weiß nicht mehr wie ich vor einigen Jahren schon an das Buch Stormbreaker gekommen bin, aber die Idee, von einem 14-jährigen Jungen als Geheimagent zu lesen, hat mich fasziniert und das, obwohl ich mich absolut nicht mehr zur 10 bis 14-jährigen Zielgruppe der Bücher zählen kann. 8)

Anthony Horowitz: Stormbreaker Anniversary Edition (eines von vielen Covern)

Anthony Horowitz: Stormbreaker
Anniversary Edition (eines von vielen Covern)

Ich muss sagen, die Handlung  von Stormbreaker steht dem Drehbuch eines guten James-Bond-Films wahrlich in nichts nach. Man muss fast schon lachen, wenn man die typischen Szenen liest, z. B. als Alex im Büro von Blofeld Harod Sayles gegen ebendiesen Snooker spielt… und natürlich gewinnt. Dann später der ausführliche Vortrag des Bösewichts, in dem er dem Helden zunächst seine Pläne und Bewegründe bis ins letzte Detail darlegt, um ihn dann in einer nahezu ausweglos erscheinenden Situation einem tödlichen Schicksal zu überlassen. Dann darf natürlich der böse Handlanger nicht fehlen, der wie ein treuer Hund alle Befehle seines Bosses ausführt. :angry1:
Ja, Stormbreaker beinhaltet wirklich alles, was man als erwachsener Bond-Fan (ich bleibe jetzt mal bei 007) so kennt und sich auch wünscht. Warum sollte das also nicht auch bei jungen Lesern und mit einem jungen Helden wie Alex Rider gut funktionieren? Klar, die Charaktere des Buches sind jetzt nicht übermäßig detailliert beschrieben. Es gibt keine ewig langen und tiefsinnigen Hintergrundgeschichten, aber es ist genug, um die Helden und Antihelden im Kopf Wirklichkeit werden zu lassen, sich mit ihnen zu identifizieren und mitzufiebern. Die Handlung ist straff und actionreich, ohne irgendwelche Längen, denn schließlich muss eine ganze Mission in nur wenigen hundert Seiten abgeschlossen sein. Dabei zeigt Anthony Horowitz großes schriftstellerisches Geschick, denn die Handlung ist abwechslungsreich und voller guter Ideen. Hier wird nicht die Nachbarskatze vom Baum gerettet, sondern die Welt (oder zumindest Großbritannien). Alex ist ein Charakter, den man gerne hat und er steht dem echten James Bond auch in nichts nach. Allerdings gibt es doch ein paar Unterschiede, die der Handlung in meinen Augen etwas mehr Glaubwürdigkeit verleihen. :thumbup:
Erstens: Alex ist nicht freiwillig Agent. Er wird vom MI6 mehr oder weniger dazu gezwungen. Eigentlich möchte er lieber ein „normaler Junge“ sein und ist nicht gerade scharf darauf Bösewichtern das Handwerk zu legen und sein Leben zu riskieren. Jedoch bleibt ihm kaum eine andere Wahl.

„It’s a dumb idea. I don’t want to be a spy. I want to be a footballer. Anyway, I have a life of my own.“ (Alex Rider in Stormbreaker von Anthony Horowitz)

Zweitens: Alex trägt keine Schusswaffen, denn dafür ist er laut MI6 zu jung. Allerdings bekommt er für seine Missionen immer wieder interessante High-Tech Geräte, die zu seinem Alter passen und die man als Spion eben braucht (z. B. ein Nintendo DS mit speziellen Funktionen, ein besonderes Jojo, usw.). Den „Q“ gibt es nicht, dafür aber ein passendes Äquivalent, der für Alex‘ technische Ausrüstung sorgt. :lol:

Whatever Alan Blunt and MI6 wanted to turn him into, he wasn’t ready to shoot in cold blood. Not for his country. Not even to save his own life.
(Anthony Horowitz: Stormbreaker)

Drittens: Alex ist 14 und verhält sich auch so. Für ihn sind Dinge wichtig, die eben einem Jungen seines Alters wichtig sind. Zum Beispiel sein Fahrrad. Ich denke, dass sich gerade deswegen auch jüngere Leser in seinen Charakter hineinversetzen können. Er ist eigentlich genau wie sie selbst und er hat auch keine Superkräfte (aber die hat Bond ja auch nicht). :rambo:

He would be sorry when he grew out of the bike. For two years now it had almost been part of him. (Anthony Horowitz: Stormbreaker)

Das Buch endet natürlich, wie es enden soll: mit einem fantastischen Showdown unter Zeitdruck und mit genug Potential für Fortsetzungen, die es natürlich auch gibt. Oder wie würde es am Ende eines Films heißen: „Alex Rider kommt zurück in Point Blank„. :lesen:

5 von 5 Sternen "Spannend und mit vielen Wendungen. Ein tolles Jugendbuch!"

5 von 5 Sternen
„Spannend und aktionsgeladen. Ein tolles Jugendbuch!“

Fazit

Mir hat Stormbreaker sehr gut gefallen. Man kann natürlich lange Diskussionen führen, ob der eine oder andere Handlungsabschnitt so ganz realistisch ist oder nicht. Man kann nach dem tieferen Sinn suchen oder es auch einfach sein lassen. Fakt ist, dass mich Stormbreaker ganze 6 Stunden lang sehr gut unterhalten hat. Es ist ein Buch, das ich in meiner Jugendzeit sicher verschlungen hätte, und zwar immer wieder. Mir gefällt der flüssige Schreibstil und mir gefallen die tollen Ideen des Autors.
Der Hauptcharakter ist sympatisch und die Handlung abwechslungsreich und fesselnd. Nichts anderes und nicht viel mehr erwarte ich von einem guten Kinder- und Jugendbuch, weshalb ich es auch entsprechend hoch bewerte. Ich freue mich schon auf die zweite Mission von Alex: Point Blank. :thumbup:

Ich habe die englische Ausgabe gelesen. das Niveau liegt zwischen 2 und 3, d. h. es sind relativ viele weniger gängige Wörter enthalten.

 

Anthony Horowitz: Stormbreaker Cover der englischen Erstausgabe von 2000

Anthony Horowitz: Stormbreaker
Cover der englischen Erstausgabe von 2000

Anthony Horowitz: Das Geheimnis von Port West (erste deutsche Ausgabe von Stormbreaker 2003-2004)

Anthony Horowitz:
Das Geheimnis von Port West
(erste deutsche Ausgabe von Stormbreaker, 2003-2004)

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