Alex Bensson: Tödliche Sequenz

Alex Bensson: Tödliche Sequenz
Taschenbuchausgabe
CreateSpace, 2017

Inhalt

Radioaktives Polonium verschwindet – eine mysteriöse Leiche taucht auf. Der britische Geheimdienst beauftragt den jungen Lord Lucius Bromley, den rätselhaften Ereignissen nachzugehen. Doch Lucius kann nicht verhindern, dass nach und nach alle Zeugen ermordet werden. Als auch noch falsche Verdächtigungen aufkommen, wird er über Nacht vom Jäger zum Gejagten. Mit dem Geheimdienst und einem aggressiven Unbekannten im Nacken bleibt ihm keine andere Wahl, als auf eigene Faust weiter zu ermitteln. Unterstützt von seinem Team und der Ärztin und Biologin Claire Hansen folgt er der Spur des äußerst giftigen, strahlenden Metalls. Schnell stellt sich heraus, dass das Polonium nur der Anfang ist und dahinter die wirkliche Katastrophe lauert. Aber die Zeit wird knapp, denn die Schlinge um Lucius zieht sich rasend schnell zu. Und ein harmloser Auftrag verwandelt sich so in einen tödlichen Kampf mit einem genialen, übermächtigen Gegner.
(Klappentext)

Über das Buch und den Autor

Alex Bensson ist Naturwissenschaftler und Arzt und schreibt Thriller, die sich insbesondere um Medizin und die Molekularbiologie drehen. Dabei lässt er sowohl sein Fachwissen, als auch einen guten Teil Fantasie in seine Werke einfließen und zeigt seinen Lesern, wie man wissenschaftliche Fakten mit einer großen Portion Action, Spannung und Abwechslung zu einem packenden Thriller vermischt. Hauptfigur seiner Romane ist der schottische Agent Lord Bromley, der in Tödliche Sequenz nach Viren schlafen nicht bereits zum zweiten Mal sein Können unter Beweis stellen darf. Der Thriller ist am 06. Mai 2017 als Taschenbuch erschienen und umfasst 300 Seiten. Die Handlung ist in viele kleinere Kapitel unterteilt. Mehrere Handlungsstränge laufen parallel, wobei jedes Kapitel anfangs eine Orts- und Zeitangabe hat.

Meine Meinung

Ich habe das Buch vom Autor Alex Bensson zur Rezension bekommen und habe es sehr gerne gelesen. Das Themengebiet Genetik eignet sich in meinen Augen sehr gut für ansprechende Thriller, die dem Leser zudem Einblicke in medizinische Erkenntnisse ermöglichen. Das Buch fing auch schon gleich gut mit einem rätselhaften Mord an, wobei nicht nur das Mordopfer über die Klinge springen muss, sondern auch so manche anderen Personen. Spannung war also von Anfang an genug vorhanden und die Handlung schritt zügig voran. So gut sie auch war, es gab da so manche Aspekte, die mir irgendwie ein wenig die Lesefreude genommen haben. Zum einen gibt es da die etwas abgedroschene Hintergrundgeschichte zur Hauptperson Lucius Bromley, die zwar glaubwürdig ist, aber leider schon recht oft da war. Sie erinnerte mich irgendwie an Batman oder auch Lara Croft. Der überaus reiche und charmante Lord Bromley auf seinem schottischen, mit allen technischen Finessen ausgestatteten, Schloss. Er hat seine Eltern schon in der Kindheit verloren, wurde vom Butler großgezogen, und rettet nun mit seinem Geld, seinem Charme und seinem erlesenen Team als Geheimagent die Welt. Mir war’s persönlich ein bisschen zu viel des Guten. Natürlich fliegt Lucius mit Flugzeugen und Hubschraubern durch die Gegend oder fährt Lamborghinis. Die Technik, der er sich bedient ist vom Feinsten und so ziemlich jedes Problem kann gelöst werden, denn Lucius‘ Freund und Mitstreiter Alexej kommt in so ziemlich jedes Computersystem und hinter jede Firewall. So schön es sich oft lesen lässt, umso unwirklicher wird es aber auch manchmal. Die technischen Möglichkeiten werden oft zu sehr ausgereizt, Informationen fließen zu einfach und reibungslos, weshalb die ganze Handlung bisweilen etwas unglaubwürdig herüberkommt. Die Ideen hinter dem Thriller fand ich eigentlich gut, aber mir persönlich war es oft etwas dick aufgetragen, wenn es um die Problembewältigung ging. Es störte mich. Interessant waren auch die anderen Protagonisten in Lucius‘ Team. Sie alle haben ihre Fähigkeiten und tun ihr Bestes an den Brennpunkten der Handlung, die sich über ganz Europa verteilen. Allerdings fehlte mir ein wenig die Hintergrundgeschichte der Personen. Ok, vielleicht wurde diese bereits im Vorgängerband Viren schlafen nicht ausführlicher beleuchtet (ich habe den nicht gelesen), allerdings wäre auch im zweiten Band etwas mehr Informationen zu den Protagonisten hilfreich und wünschenswert gewesen. Die Charaktere hätten mehr Tiefe bekommen und als Leser fiebert man dann einfach mehr mit, gerade in brenzligen Situationen. Gut fand ich die Zeit- und Ortsangaben bei jedem Kapitel, da man sich dadurch beim Lesen schneller in den Handlungsstrang versetzen konnte. Immerhin waren die Wechsel relativ häufig. Der Schluss war angemessen und rund. Ein kurzer Epilog beendete diesen abwechslungsreichen Thriller, der seinen Spannungsbogen bis zum Ende halten konnte.

3.5 von 5 Sternen
„Ein Thriller voller Wendungen.“

Mein Fazit

Ein Thriller mit guten Ideen, jedoch mit Potential nach oben. Da anzunehmen ist, dass weitere Bücher folgen werden, bleibt abzuwarten, wie sie Autor und Charaktere im Buch weiter entwickeln werden. Es ist eine leichte Lektüre für alle, die zum Beispiel gerne am Strand lesen und öfter eine Pause machen. Man kommt immer wieder schnell in die Handlung. Lesenswert!

Jay

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